Eutingen

Vier Unterstützer weniger als im Vorjahr zu verzeichnen

von Alexandra Feinler

Eu tingen. Die Anzahl der Mitglieder der Fördergemeinschaft der Sozialstation Horb in Eutingen sinkt weiter, weshalb bei der Hauptversammlung in der Eutinger Pfarrscheuer Ideen für den Gewinn neuer Mitglieder gesammelt wurden.

1980 riefen einige Eutinger zusammen mit Pfarrer Haas und dem damaligen Bürgermeister Julius Schaffner die Fördergemeinschaft der Sozialstation Horb in Eutingen ins Leben. Von 129 Gründungsmitgliedern stieg die Zahl auf bis zu 147 Mitgliedern im Jahr 1987 an, doch in den vergangenen Jahren war sie rückläufig. Deshalb freute sich Pfarrer Beda Hammer, Vorsitzender der Fördergemeinschaft der Sozialstation Horb in Eutingen, umso mehr, dass zahlreiche Mitglieder die Neuerungen bei der Hauptversammlung in der Eutinger Pfarrscheuer erfahren wollten. Am Durchschnittsalter der Anwesenden war zu erkennen, dass die Fördergemeinschaft dringend Nachwuchs und Verstärkung brauchen könnte.

In ihrem letzten Kassenbericht nannte die scheidende Kassiererin Cäcilia Arnoldt 48 Mitglieder. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl um vier Mitglieder gesunken. "Der Mitgliederschwund liegt daran, dass die Mitglieder sterben und die Nachkommen die Förderung nicht aufrecht erhalten", erklärte Arnoldt. Daher habe sie Mitglieder-Formulare mitgebracht. Wenn jedes Mitglied in seinem Umkreis Werbung macht, könnten vielleicht neue Förderer gewonnen werden.

Aktuell könnte mit den Mitgliederbeiträgen der Abmangel an die Sozialstation Horb nicht gedeckt werden. Daher wurde im vergangenen Jahr ein leichtes Minus erwirtschaftet. "Wir haben aber aus den guten Jahren noch Rücklagen", verwies die Kassiererin auf das zurückgelegte Geld. Die niedrigen Zinsen würden sich aber auch in der Fördergemeinschaft niederschlagen, denn für das Ersparte gebe es aktuell nicht viel. Im vergangenen Jahr habe die Fördergemeinschaft aus Eutingen am Jubiläumsfest 40 Jahre Sozialstation Horb mitgewirkt. Ansonsten bestehe die Fördergemeinschaft hauptsächlich, um die Arbeit der Horber Sozialstation zu unterstützen.

Stiftungsdirektor Peter Silberzahn berichtete nicht nur von den zahlreichen Aufgaben der Sozialstation, sondern blickte auf die Eutinger-Bilanz. 48 Patienten aus der Gesamtgemeinde Eutingen im Gäu würden mindestens einmal pro Woche Besuch von Mitarbeitern der Sozialstation erhalten. "Zu manchen kommen wir auch täglich", sagte Silberzahn. Sieben Patienten würden die Nachbarschaftshilfe wahrnehmen, bei der Ehrenamtliche stundenweise im Haushalt helfen. 80 Patienten aus der Gesamtgemeinde würden zwei oder vier Mal jährlich von einer Pflegefachkraft besucht werden, um zu schauen, ob der Patient richtig zuhause gepflegt werde.

Der Landkreis Freudenstadt, die Kirchengemeinden und die bürgerlichen Gemeinden würden die Sozialstation Horb finanziell unterstützen, sodass diese Beratungsgespräche und weitere unentgeltliche Info-Angebote realisieren könne. Solche Aufgaben seien nur möglich, wenn auch die Fördermitglieder der Fördergemeinschaft der Sozialstation treu bleiben würden, weshalb Peter Silberzahn diesen dankte. Er trete in sechs Wochen seinen Ruhestand an, aber sein Nachfolger werde die Sozialstation in altbewährter Tradition fortführen.

Einen Wandel erlebten auch die Mitglieder, denn nach mehr als 30 Jahren gab Cäcilia Arnoldt ihr Amt ab. Die Anwesenden erfuhren von Markus Barth von der Pflegedienstleitung mehr zum Thema "Pflegebedürftig – was nun?". Zudem wollten sie wissen, ob der Fördergemeinschaft nur Mitglieder aus Eutingen angehören würden. Arnoldt erklärte, dass der Fördergemeinschaft nicht Bürger der Gesamtgemeinde, sondern nur Eutinger angehören.

Um die palliative und seelsorgerliche Arbeit der Sozialstation zu unterstützen, sprachen sich die Anwesenden einstimmig für eine Spende von 1500 Euro für die kommende Arbeit der Sozialstation Horb aus. Peter Silberzahn konnte sich vorstellen, dass die Summe für die Anschaffung neuer Fahrzeuge für die täglichen Pflegebesuche verwendet werde. Markus Barth nannte die geplante Mentoren-Ausbildung der Mitarbeiter.

Als Nächstes stehe der Ausflug aller Fördermitglieder am 7. Juni nach Dietzenbach an. Interessierte könnten sich noch anmelden.