Eutingen

Spontaneinlage löst große Begeisterung aus

von Alexandra Feinler

Über das Alter lachen und die Fasnet noch ein letztes Mal vor Ende der Saison erleben, waren die Intentionen der Fasnetsfeier am Dienstagnachmittag.

Eutingen. Edith Niebergall und Rita Weber vom Sankt-Georg-Tagestreff der Sozialstation Horb hatten sich einiges überlegt.

Niebergall huschte als Schneefrau durch die Gegend, während Rita Weber als Verkleidung eine Mischung aus Cowgirl und Hippie trug. Im vergangenen Jahr hatten sich die Senioren Fasnetshüte gebastelt, die nun einige trugen.

Andere hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und Hüte von zu Hause mitgebracht, weshalb eine bunte Gruppe zusammensaß. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte das närrische Programm.

Als Gäste waren Bernhard Vogl und Karl-Heinz Kramer geladen, die für die elf Senioren und die beiden Betreuerinnen Lieder nach Wunsch spielten. Gemeinsam sangen sie Lieder wie "Auf de schwäbsche Eisebahne", "Schwarz-Braun ist die Haselnuss" und viele weitere.

In die Bütt trat Edith Niebergall, die sofort erklärte: "Ich bin kein Schwob, aber ich versuch’s. Wenn ich hänge, dann bitte verzeiht mir." Sie erzählte von der "grunzlige Bettfläsch", die nur herumliege. Wenn sie jedoch zum Einsatz komme, dann richtig. Ein "Schwob" nutze diese auf seine eigene Art: "A rechter Schwob wird sei Bettfläsch morgens et vergessa, isch des Wasser au nur lauwarm, wird er’s zum Wäsche nehme." Die Senioren mussten herzlich lachen, ebenso wie über die Witze von Rita Weber.

Die Eutingerin erzählte von der Hochzeitsnacht eines Pärchens, wobei der junge Ehemann die ganze Zeit auf "die schönste Nacht der Welt wartete." Eine Ergänzung kam dazu: Das Pärchen sei nun 50 Jahre verheiratet.

Zur Stärkung gibt es Fasnets-Berliner sowie Kaffee und Tee

Sie trage das Kleider der Liebe und er meine: "Das hätsch au mol bügle könne."

Für die Senioren und die Musiker gab es zur Stärkung Fasnets-Berliner sowie Kaffee und Tee. Eine Seniorin hatte für die Musiker extra Glühwein mitgebracht. Dies stimmte die beiden so kreativ, dass sie ohne Noten den Eutinger Narrenmarsch spielten.

Kramer holte die Gitarre hervor und Vogl spielte Nasenflöte. Große Begeisterung fand diese Spontaneinlage bei den Senioren. Weber hielt noch einige Witze zum Alter bereit.

Niebergall berichtete von der Kostümauswahl eines Mannes, der ein Kostüm suche, das seine Glatze und sein Holzbein verschleiere. Die Vorschläge des Kostümverleihs zum Pirat- oder Mönchs-Häs fand er so schrecklich, dass er sich böse beschwerte. Daher empfahl ihm das Unternehmen, sich den Kopf mit Sirup einzucremen, den Holzfuß in seinen Allerwertesten zu stecken und als glasierter Apfel zu gehen.

Viel Spaß hatten die Senioren, die damit die Fasnetssaison abschlossen und zum nächsten Sankt-Georgs-Treff am Dienstag im Eutinger Bürgerzentrum zusammenkommen.