Europawahl im Südwesten

CDU gewinnt trotz starker Verluste

von (dpa/lsw)

Stuttgart - CDU und SPD haben bei der Europawahl in Baden-Württemberg massive Verluste eingefahren - die Grünen legten hingegen deutlich zu. Das geht aus der ersten Hochrechnung des SWR vom Sonntagabend in Stuttgart hervor. Demnach erreicht die CDU 29,8 Prozent - das sind 9,5 Prozentpunkte weniger als 2014.

Die SPD kommt auf 13,7 Prozent, was einem Verlust von 9,3 Punkten entspricht. Die Grünen legten 11,7 Punkte zu und kommen jetzt auf 24,9 Prozent. Ihre Ergebnisse verbessern konnten auch die AfD mit jetzt 9,2 Prozent (plus 1,3 Punkte) und die FDP mit 7,1 Prozent (plus 3,0 Punkte). Das vorläufige amtliche Endergebnis der Europawahl in Baden-Württemberg wird ab 23 Uhr erwartet.

Mehr als 8,5 Millionen Menschen im Südwesten waren zur Wahl aufgerufen. Bei der Europawahl werden die Mitglieder des Europäischen Parlamentes bestimmt. In Baden-Württemberg waren 40 Parteien und politische Vereinigungen angetreten. Gegen 23.00 Uhr wird im Südwesten das vorläufige amtliche Endergebnis der Europawahl erwartet. Hingegen dauert es mehrere Tage, die Ergebnisse der Kommunalwahlen auszuzählen, die parallel am Sonntag stattfanden.

Der Ausgang der Europa- und Kommunalwahlen ist auch landespolitisch von Interesse. In der Südwest-CDU steht die Frage an, wer die Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2021 führt. Viele gehen davon aus, dass Regierungsvize Thomas Strobl, der auch Landesparteichef ist, die Spitzenkandidatur für sich beansprucht. Konkurrentin könnte Kultusministerin Susanne Eisenmann sein. Beide haben sich aber noch nicht geäußert. Derzeit ist die CDU Juniorpartner in dem grün-schwarzen Bündnis, das von Ministerpräsident Kretschmann angeführt wird.

Zuvor hatte sich eine höhere Wahlbeteiligung als noch 2014 abgezeichnet.