Empfingen

Pokal, Trommeln und Purzelbäume

von Jürgen Baiker

Die Grundschule Empfingen hat die höchste Zahl an Sportabzeichenträgern. Dafür gibt es einen Wanderpokal.

Empfingen. Über einen sportlichen Wanderpokal darf sich die Grundschule Empfingen freuen. Überreicht wurde die Trophäe am Montag von Sportkreispräsident Alfred Schweizer und Uwe Beyer, Referent für das Sportabzeichen im Sportkreis Freudenstadt.

Zu diesem festlichen Anlass hatten die Schüler und Schülerinnen einiges eingeübt und zeigten, dass der Sportunterricht an der Empfinger Schule einen wichtigen Part im Stundenplan einnimmt. Dabei wurde nicht nur das sportliche Können der Grundschüler unter Beweis gestellt, sondern auch das musikalische. Die dritten Klassen grüßten die Anwesenden mit einem Trommelstück.

"Ein stimmungsvoller Einstieg", so Schulleiterin Susanne Kökert in ihrer Begrüßung.

Warum Sport so eine gute Sache ist? Das erklärt die Schulleiterin mithilfe einer Flipchart. Demnach hat Sport drei Vorteile: Er macht "gesund, Spaß und fit".

Das sehen auch die Schüler so, die eifrig von ihren Sportarten erzählten. Dazu gehören beispielsweise Fußball und Karate.

Purzelbäume und Springen

Bei der Veranstaltung selbst wurden beispielsweise Purzelbäume geschlagen oder die Sicherheit im Seilspringen gezeigt.

Doch mit Purzelbäumen und Seilspringen allein ist das Sportabzeichen nicht zu erlangen. Dafür muss schon mehr erbracht werden. Was genau, das erklärte Schweizer. So ist Schwimmen ein absolutes Muss. Ohne Schwimmen kann man in anderen Disziplinen noch so gut sein – das Sportabzeichen gibt es nicht, wenn man wasserscheu ist.

Für die Empfinger ist das kein Problem. Immerhin werden sie zu Ende mit dem Wanderpokal geehrt, dazu 100 Euro Preisgeld für die Schule und einen Sportkreiswimpel. Was sie Besonderes geschafft haben? Von 137 Schülerinnen und Schülern legten 91 das Sportabzeichen ab, also 67,4 Prozent. Und damit sind sie im Landkreis Freudenstadt die beste Schule.

Doch nicht nur ihr sportliches Können ist damit offiziell bestätigt. Mit dem Erwerb des Sportabzeichens lerne man auch Respekt und Fairness.

Mit dem Wanderpokal will die Schule sich aber nicht vom Sport ausruhen. Für Kökert ist es jetzt schon wichtig auf die Bundesjugendspiele hin zu trainieren.

Bürgermeister Ferdinand Truffner hofft, dass der Wanderpokal in Empfingen bleibt. Dafür müsse dieser noch zweimal hintereinander gewonnen werden. Unrealistisch scheint das nicht zu sein, Empfingen sei mit Sportstätten gut ausgestattet. Humorvoll meinte er, wenn das Schwimmbecken zu klein werde, gibt es auch noch den Tälesee.