Empfingen

Open-Air-Kino wird voller Erfolg

von Schwarzwälder Bote

Empfingen (jb). Braucht man 100 Dinge und mehr für die eigene Zufriedenheit? – das war Thema des Films beim ersten Open-Air-Kino in Empfingen. Der Platz vor der Tälesee-Halle bietet sich an für mancherlei Events. So lag es nahe, ein Open-Air-Kino anzubieten und auszuprobieren.

Auf Initiative von Bürgermeister Ferdinand Truffner machte das Kinomobil der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Station in Empfingen mit dem Film "100 Dinge". Und die Empfinger hatten Glück – das Wetter spielte mit.

Viele Kinobesucher – vorsichtig hatte man mit 50 gerechnet, mehr als 100 kamen – machten sich auf den Weg, brachten Stühle und Decken mit. Für die Bewirtung davor und danach sorgte die Abteilung Turnen der SG Empfingen. Bürgermeister Truffner begrüßte und wünschte viel Spaß und gute Unterhaltung. Er bat die Kinobesucher auch den Müll, der sich bei diesem Event ansammelte, zu entsorgen.

Zum Inhalt des Films: Die besten Freunde Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) haben gerade eine App "Nieder mit dem Kaufzwang", die glücklich machen soll, an einen schwerreichen Amerikaner verkauft. Im Party-Trubel streiten sie darüber, wie wichtig ihnen Konsum ist und worauf sie verzichten können. Sie gehen eine Wette ein, wer länger ohne materiellen Besitz auskommt. 100 Tage soll dies dauern. Jeden Tag bekommen sie einen Gegenstand wieder zurück. Hält einer der beiden das nicht aus, verliert er nicht nur die Wette, sondern auch seine Anteile an der gemeinsamen Firma.

Dieser Verzicht auf jegliche materielle Güter führt die beiden zu einer wichtigen Erkenntnis, die ihre Sicht auf das Leben und die Welt grundlegend verändert. Was braucht man wirklich? Besitzen wir unsere Dinge oder besitzen unsere Dinge uns? Gibt es den freien Willen überhaupt?

Für diesen Film hatte Luis Thümmler von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg eine riesige Leinwand 7,10 auf 3,60 Meter aufgebaut. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg kommt in kleinere Gemeinden, die selbst beziehungsweise in der Umgebung kein Kino haben.