Empfingen

Nur noch der passende Investor fehlt

von Schwarzwälder-Bote

Von Joachim Frommherz

Empfingen. Die Idee von Klaus Lang ist preisgekrönt. "HelioVital" heißt seine Firma. Ein einprägsamer Namen für seinen Tätigkeitsbereich, in dem er sich dem "zukunftsweisenden Sonnenschutz" widmet, fehlt noch. Vielleicht "Solarmedizin", meint Lang. Ganz so abwegig scheint dies nicht. Denn laut Lang schützen seine Folien vor gefährlichen UV-Strahlen und gesundheitlichen Schädigungen wie Sonnenbrand, allergische Reaktionen, unangenehmes Schwitzen oder auch Hautkrebs.

Nach der Auszeichnung durch den bundesweiten Innovationswettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" (wir berichteten) sind Langs Folien nun im hohen Norden Teil einer Austellung in Bremen. "Stille Stars – Extreme Materialien in extremen Anwendungen" heißt diese, und ist im Wilhelm-Wagenfeld-Haus noch bis zum 27. Februar zu besichtigen.

Bewerben musste sich Lang dafür nicht. Designprofessor Detlef Rahe, dessen Institut für Integriertes Design diese Ausstellung im Auftrag der Bremer Wirtschaftsförderung konzipiert hatte, kam auf den Empfinger Tüftler zu und bat ihm an, sich zu beteiligen. Rahe verfolge schon seit Jahren seine Arbeit, meint Lang im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Dabei handelt es sich weniger um eine Design-Ausstellung. Vielmehr liegt der Fokus der insgesamt mehr als 100 Exponate auf innovativen Materialien, die das Leben der Menschen positiv verändern und neue Möglichkeiten eröffnen sollen.

Für Lang ist die Teilnahme an der Ausstellung – ebenso wie Auszeichnungen – eine Bestätigung für sein Engagement. Eine 80-Stunden-Woche oder Arbeit am Samstag oder Sonntag bedeuten schließlich eine entbehrungsreiche Zeit, auch für Familie und Kinder. Durchhaltevermögen zählt zu den Grundvoraussetzungen. Wäre er nicht mit dem Herzen dabei, so hätte er das Projekt "HelioVital" wohl längst beendet.

Dies trägt Früchte und soll weiter gedeihen. So steht Lang bereits in den Startlöchern für ein Kompetenzzentrum. Dieses soll in der Region entstehen und nicht an einem fernen Ort. Ein möglicher Standort ist hierbei natürlich auch Empfingen, mit seiner guten Infrastruktur und der Nähe beispielsweise zum Uni-Standort Tübingen.

Bisher gebe es gute Gespräche, aber noch sei ein passender und solider Investor nicht gefunden, so Lang. Für ihn ist aber eines sicher: Spekulanten kommen ihm nicht in die Tüte.

Mithilfe des Kompetenzzentrums strebt Lang weitere Forschung und Entwicklung seiner Produkte und die Schulung von Partnerfirmen an. Letzteres kann beispielsweise das richtige Nähen der Folie beinhalten. Es gehe darum, Impulse zu setzen, meint Lang weiter.

Weitere Informationen: www.wwh-bremen.de www.stille-stars.info