Empfingen

Bäume haben Risse verursacht

von Daniel Begemann

Die Kriegergedächtniskapelle auf dem Empfinger Friedhof muss saniert werden. Risse finden sich sowohl innen als auch außen in den Wänden. Der Gemeinderat hat sich vor Ort mit Architektin Monika Fuhl getroffen, um sich über mögliche Reparaturmaßnahmen zu informieren.

Empfingen. Monika Fuhl vom Architekturbüro Haefele gab den Gemeinderäten beim Besuch der Kriegergedächtniskapelle eine Analyse der Schäden. Das Architekturbüro hatte im Vorfeld nämlich schon zwei Probegrabungen veranlasst. Das Problem sei die Bepflanzung rund um die Kapelle gewesen. Fuhl sagt: "Die Bäume und Büsche stehen viel zu nah an der Mauer, der Boden wurde durch den Bewuchs ausgetrocknet. Dadurch haben die Steinquaderfundamente ihren Halt verloren." Laut Fuhl sollte der Bewuchs mindestens 60 Zentimeter vom Gebäude entfernt sein. Zu einem großen Teil für Risse verantwortlich sei eine Birke gewesen. Bäume und andere Pflanzen, die zu Rissen geführt haben, wurden bereits entfernt.

Ein weiteres Problem seien die komplett versiegelten Wege, die zur Kapelle hin ein Gefälle bilden. Da es vor der Kapelle keine Rinne gibt, die das Wasser ableitet, gefriert die Flüssigkeit im Winter und trägt zusätzlich zur Rissbildung bei.

Fuhl schlägt dem Gemeinderat zwei unterschiedliche Wege vor, um das Problem zu lösen. In der ersten Variante werden die angrenzenden Friedhofsmauern einen Meter zurückgebaut, danach die Fundamente der Kapelle ab- und wieder aufgemauert. Rings um die Kapelle würden die Pflanzen entsorgt und auf 60 Zentimetern Breite Schotter und Kies verteilt werden. Vor der Kapelle könnte eine Pflasterrinne angebracht werden.

In der zweiten Variante würde die Erde auf 40 Zentimetern Breite und 60 Zentimetern Tiefe ausgehoben, eine Folie eingebracht, um die Feuchtigkeit des Lehmbodens zu erhalten und mit Schotter und Kies aufgefüllt werden. Eine Pflasterrinne soll in dieser Variante ebenfalls installiert werden.

Noch hat sich der Gemeinderat für keine der Varianten entschieden. Bürgermeister Ferdinand Truffner möchte das Thema nochmals an den Ratstisch bringen, wenn die Angebote verschiedener Firmen feststehen.