Eishockey

Wild Wings: Neuer Coach bis zum Wochenende?

von Gunter Wiedemann

Von Lob kann man sich nichts kaufen. Die Wild Wings überzeugten zwar über weite Strecken der Partie in Berlin, doch am Ende setzte es im 16. Saisonspiel die 14. Niederlage. Nach der Deutschland-Cup-Pause soll alles besser werden. "Unser Ziel ist es, dass wir bis zum Wochenende einen neuen Trainer gefunden haben", betont Jürgen Rumrich, der Manager der Schwenninger. Der Cortina-Nachfolger könnte dann schon das nächste Training am Montag, 12. November, leiten.

Auf Augenhöhe

58:39 Schüsse (43:26 Torschüsse), einen 0:2-Rückstand gedreht und zwei Powerplay-Treffer erzielt: Schwenningen, dies sahen auch Eisbären-Trainer Clement Jodoin und Scheiben-"Zerstörer" Frank Hördler so, war mit dem Tabellensechsten mindestens auf Augenhöhe, doch wieder einmal sprang nichts auf der Habenseite heraus. "Und in unserer Situation zählt eben nur das Ergebnis, nichts anderes", ärgerte sich Interimstrainer Jürgen Rumrich nach der 3:5-Niederlage in der Arena am Ostbahnhof.

"Einige gute Dinge"

Auch Stefano Giliati trauerte der verpassten Gelegenheit bei dezimierten Eisbären nach. "Wir haben einige Dinge gut gemacht", stellte der Schwenninger Stürmer besonders die Moral heraus. "Immerhin sind wir nach dem 0:2 stark zurückgekommen."

Den Adler auf der Brust

Die Spieler der Wild Wings haben nun bis zum kommenden Montag Urlaub. Alle? Nein! Für ein Schwenninger Quartett steht eine kürzere Pause auf dem Programm. Stürmer Mirko Höfflin wurde von Noch-Bundestrainer Marco Sturm für den Deutschland-Cup nominiert. Neben Höfflin warten auch auf István Bartalis (Ungarn), Anthony Rech (Frankreich) und Rihards Bukarts (Lettland) am Wochenende Nationalmannschaftsaufgaben.

Das Anforderungsprofil

Während sich Jürgen Rumrich in der vergangenen Woche vor allem um seine Aufgabe als Interimscoach kümmern musste, steht nun die Suche nach einem Nachfolger von Pat Cortina im Mittelpunkt seiner Arbeit. "Ich habe schon erste Gespräche mit Kandidaten geführt. Noch gibt es aber keinen engeren Kreis", gibt der Manager preis. Und das Anforderungsprofil? "Er soll schon über eine gewisse Erfahrung verfügen, zu unserem Team passen und wissen, was ihn hier erwartet." Deutsch-Kenntnisse seien zwar wünschenswert, aber kein Muss. Dass Co-Trainer Vetteri Väkiparta bis zum Ende der Runde als Chefcoach einspringt, "ist – so ist der heutige Stand – keine Option".

Kein Allheilmittel

Jürgen Rumrich hat also die Aufgabe, möglichst bis zum München-Spiel einen neuen Coach zu finden. Dass aber Trainerwechsel kein Allheilmittel sind, bemerkt derzeit nicht nur Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart. Auch die Grizzlys aus Wolfsburg können davon ein Lied singen. Zwar hat Hans Kossmann, der Nachfolger von Pekka Tirkkonen, mit seinem Team das erste Match in Straubing gewonnen. Danach folgten aber drei deftige Niederlagen des DEL-Tabellenvorletzten aus Wolfsburg.