Eishockey

Noch immer viele Verletzte bei den Wild Wings

von Gunter Wiedemann

Der Bus steht auf dem Parkplatz hinter der Schwenninger Helios-Arena schon bereit, das Inventar für den Auftritt der Wild Wings beim DEL-Tabellenachten aus Köln (Donnerstag, 19.30 Uhr) wird verladen. Auch Dominik Bittner wird gleich einsteigen. "Doch ich glaube nicht, dass ich bei den Haien spielen kann", sagt der Verteidiger.

Die personelle Lage

Bittner greift sich immer wieder an den Nacken. Etwas stimmt einfach nicht. "Ich habe ein komisches Gefühl. Ich hoffe, dass es nach einer weiteren Behandlung besser wird und ich zumindest am Sonntag im Heimspiel gegen Ingolstadt wieder spielen kann", blickt der 25-Jährige voraus. Auch sonst sieht es in Sachen Personal im Vergleich zum 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Krefeld nicht besser aus. "Stefano Giliati kann nicht spielen", gibt Coach Pat Cortina preis. Zudem müssen weiter Marc El-Sayed, Mirko Sacher und Mirko Höfflin passen. "Deshalb gibt es im Vergleich zum Krefeld-Spiel auch bei den Reihen keine Veränderungen. Dustin Strahlmeier wird in Köln zwischen den Pfosten stehen", wird sich Cortina dann erst in den nächsten Tagen entscheiden, ob Backup Marco Wölfl am Sonntag gegen Ingolstadt eine Chance bekommt.

Haie beißen wieder zu

Vor der Saison hätten wohl nicht viele Eishockey-Fans damit gerechnet, dass nach dem 29. Spieltag die Wild Wings in der Tabelle vor den Haien liegen. Mit einem Sieg könnte der Fünfte aus Schwenningen den Vorsprung auf den Achten aus Köln auf vier Zähler ausbauen. "Bei den Haien ist es immer schwer. Unter Coach Peter Draisaitl hat sich Köln gerade in der Defensive verbessert", weiß Pat Cortina natürlich, dass der achtfache deutsche Meister nach der 0:1-Niederlage in Schwenningen (24. November) vier Siege in Folge eingefahren hat. Dabei kassierten die Haie gerade einmal fünf Gegentreffer, was auch am besten Unterzahlspiel der Liga liegt. "Unser Penaltykilling hilft uns aktuell sehr", betont Draisaitl. "Und natürlich sind die Kölner immer auch für Tore gut." Gleich sechs Spieler – angeführt von Felix Schütz – haben so mindestens 20 Scorerpunkte auf dem Konto. "Aber wir haben in Offensive ebenfalls viel Qualität", erwartet der Schwenninger Trainer ein enges und umkämpftes Duell.

In diesem wird auch Verteidiger Tim Bender eine wichtige Rolle spielen. "Er hat sich in den vergangenen Wochen verbessert, besitzt großes Potenzial", wünscht sich Cortina aber, dass Bender noch in Sachen Defensivarbeit Fortschritte macht.

Vertragsverhandlungen

Unterdessen bestätigte Pat Cortina, dass nur noch Kleinigkeiten verhandelt werden müssen, bis er in Schwenningen einen neuen Vertrag unterzeichnen kann. "Da gibt es keine größeren Probleme", stellt der 53-Jährige klar. Wahrscheinlich ist, dass Cortina noch in diesem Jahr einen Mehrjahresvertrag unterschreiben wird.