Dunningen

Stundenlange Diskussionen

von Schwarzwälder Bote

Dunningen (rm). Im Hinblick auf die vorgesehene neue Weichenstellung, die aufgrund der vor zehn Jahren dazu gekommenen und erfreulich expandierenden Badminton-Abteilung notwendig geworden war, wurde die Hauptversammlung des bisherigen Tischtennisverein (TTV) von der Vereinsleitung als "historisch" und "zukunftsweisend" bezeichnet.

Der Vorsitzende Frank Heinz beschränkte sich in seinem Vorstandsbericht auf technische Einzelheiten wie den Wassereinbruch in der Wehlesporthalle, die dem Verein enorme Schäden verursacht habe. Durch Zuschüsse des Württembergischen Landessportbunds und der Gemeinde sei man jedoch mit einem blauen Auge davon gekommen.

Im vergangenen Jahr seien 14 neue Mitglieder gewonnen worden und der Verein zähle jetzt 162 Mitglieder, darunter 19 Jugendliche.

Wichtigste Aufgabe des Vorstands sei aber eine Änderung des Vereinsnamens, des Logos und eine Satzungsüberarbeitung auch auf Grund der europaweit notwendig gewordenen Datenschutzverordnung. Dazu habe man eine Mitgliederbefragung vorgenommen, die leider nur sehr spärliche Resonanz hervorgerufen habe. Der Vorstand habe sich auch im Einvernehmen mit den Aktiven beider sportlichen Abteilungen dazu entschlossen, unter zehn Vorschlägen, der Hauptversammlung den neuen Namen "Schmetterball Dunningen e. V." zur Annahme vorzuschlagen.

Dies entfachte allerdings eine lebhafte und überaus langatmige Debatte, wie dies wohl in keiner der üblichen Hauptversammlungen in diesem Umfang bekannt sein dürfte. Erst als Bürgermeister Peter Schumacher die Initiative ergriff und dazu ermunterte, Namens- und Satzungsänderungen getrennt voneinander zur Abstimmung zu bringen, holte er damit die Kuh vom Eis. So geschah es, und so wurde nach weiterer heftiger Diskussion mit der notwendigen knappen Zwei-Drittel-Mehrheit zunächst der künftige Name "Schmetterball Dunningen e. V." angenommen.

Die Verlesung der zu ändernden Vereinssatzung allerdings entfachte eine weitere kontroverse und vor allem langwierige Auseinandersetzung unter den Anwesenden.

Fast zur mitternächtlichen Stunde mahnte der Vereinsringvorsitzende Wolfgang Gerst dann eindringlich dazu, die Änderung der Vereinssatzung zum Gegenstand einer Sondersitzung zu machen und endlich die für eine Hauptversammlung üblichen Regularien anzugehen.

Sehr genau und ziemlich ausführlich berichtete danach Schriftführerin Brigitte Mauch über das Jahresgeschehen in den Abteilungen Tischtennis und Badminton sowie dem Vorstand. Die Rücklagen mussten laut Kassierer Stefan Graf angegriffen werden und die Prüfung durch Ralf Janke und Markus Mauch verlief anstandslos. Kurzfristig musste Felix Moosmann die Jugendarbeit übernehmen, der über die Aktivitäten im Tischtennis und der expansiven Badmintonabteilung Aufschluss gab.

Im Badminton, mit seinen drei Mannschaften in Spielgemeinschaft mit Mariazell, gab es bisher keine Meisterschaftsrunde, doch habe man erfolgreich an verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen.

Sebastian Rapp berichtete über die Tischtennismannschaften, wobei vor allem die erste Mannschaft als Debütant in der Landesliga einen dritten Tabellenplatz erreichen konnte.