Dunningen

Pädagogisches Konzept mit modernster Technik umgesetzt

von Jennifer Merk

Dunningen. "Heute ist ein besonderer Tag, weil es hier bei unserem Erweiterungsbau keine unendliche Geschichte gibt und wir heute Einweihung feiern können", begrüßte Rektorin Katharina Hirt freudig die Gäste am Freitag zur Einweihungsfeier des neuen Gebäudes der Dunninger Eschachschule.

Knapp zwei Jahre sind seit dem Spatenanstich des rund sechs Millionen Euro teuren Projekts vergangen. Doch "eine Investition in Schularchitektur ist immer eine nachhaltige Investition: Denn sie prägt über Jahrzehnte hinweg das Lernen und Lehren", wie Hirt in ihrer Rede erklärte. Außerdem habe der Raum als dritte Kraft neben Lehrern und Schülern ebenfalls Einfluss auf das Lernen und schaffe dafür eine gute Atmosphäre. Deshalb sei es wichtig, sich über Räume, Farbgebung, Materialien, Akustik, Luft und Raumklima Gedanken zu machen, wenn ein neues Schulgebäude gebaut wird, so die Rektorin.

Dass sich die Schule und alle am Bau Beteiligten intensiv Gedanken darüber gemacht haben, wird beim Blick in die neuen Klassenzimmer deutlich. Helle, lichtdurchflutete und mit raffinierten Schranksystemen ausgestattet. Fünft- und Achtklässler, die von nun hier unterrichtet werden, lernen in angenehmer Akustik.

Der absolute Clou sind allerdings die Tafeln in den Klassenzimmern: Die sogenannten "Starboards" können wie "normale" Whiteboards beschrieben werden. Klappt man sie auf, kann mit ihnen aber auch im Internet gesurft, Präsentationen angezeigt und Schulbücher visualisiert werden. Technik vom Feinsten also, mit der die Eschachschüler künftig unterrichtet werden.

Angesichts des Resultats des hochmodernen und clever designten Gebäudes sind die Verzögerungen beim Bau des Gebäudes bei der Einweihungsfeier kein Thema mehr.

Bürgermeister Peter Schumacher ist es dennoch ein Anliegen, sich bei den Architekten Michael Rottweiler und Ingolf von Schulz sowie den Firmen zu bedanken, die trotz der Verzögerungen "konsequent zur Stange gehalten haben." "Außerdem ist solch ein Millionenprojekt für eine Gemeinde unserer Größenordnung nur mit finanzieller Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg im Kommunalhaushalt darstellbar", führt Bürgermeister Schumacher in seiner Rede weiter aus.

Dank des ausgefeilten pädagogischen Konzepts und der soliden Antragsstellung, habe die Gemeinde einen Zuschuss von 1,6 Millionen Euro aus dem Schulbauförderungsprogramm und nochmal 300 000 Euro aus dem Ausgleichsstock bekommen: "Hierfür gilt einmal mehr dem Land Baden-Württemberg unser aufrichtiger Dank", sagt Schumacher.

Bei dem Einweihungsfest waren auch Vertreter aus dem Gemeinde- und Ortschaftsrat, der Eschbronner Bürgermeister Franz Moser und der ehemalige Schulleiter und Dunninger Ehrenbürger Julius Wilbs anwesend, die nach den Ansprachen mit der Schule feierten.

Umrahmt wurde das Fest außerdem vom Orchester der Eschachschule, indem sowohl Schüler als auch Lehrer gemeinsam musizieren. Drei Schüler verfassten außerdem extra für die Eröffnungsfeier ein Gedicht mit dem Titel "Neues Schulhaus", indem sie sich für dieses bedankten. Mit Sätzen wie "hin und weg sind wir von den modernen Tafeln, bei denen über Internet kann sogar Alexa schwafeln" entlockten sie dem Publikum einige Lacher.

Nach den Reden segnete Pfarrer Hermann Barth noch das Schulgebäude und alle, die künftig darin Lernen und Lehren werden.

Mit einem Büffet in der neuen Mensa und einem Gläschen Sekt wurde anschließend angestoßen und gefeiert.