Dunningen

Alternative Bestattungsformen immer mehr nachgefragt

von Schwarzwälder Bote

Dunningen-Lackendorf (psh). Aufgeräumt und übersichtlich präsentiert sich jetzt der Friedhof in Lackendorf. Der Bauhof hatte dem Moos an der Leichenhalle und den wuchernden Hecken den Kampf angesagt – und gewonnen.

Angetan zeigten sich auch die Lackendorfer Ortschaftsräte in ihrer Sitzung am Montag von dem Ergebnis. "Der Bauhof hat relativ viel gemacht", lobte Ortsvorsteher Hermann Hirt, "da ist einiges gelaufen." Manche Hecken wurden ganz weggenommen, die Bewachsungen an der Leichenhalle entfernt und die Außensäulen frisch gestrichen. Sogar eine kleine Sitzgelegenheit wurde geschaffen.

Nur Urnenbestattungen

Doch es gilt auch, in die Zukunft zu denken. Die sogenannten alternativen Bestattungsformen werden immer beliebter. "Gerade haben wir nur Urnenbestattungen", skizzierte Hirt die Entwicklung, die auch vor Lackendorf nicht halt macht. Die Gemeinde müsse dem bei den Belegungsplänen angemessen Rechnung tragen, so Bürgermeister Peter Schumacher, der an der Sitzung des Ortschaftsrats teilnahm. Auch Baum- und Rasengräber würden immer mehr nachgefragt. Der Lackendorfer Friedhof biete für die kommenden Jahre genügend Platz, um alle Bestattungsformen in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Die Verwaltung werde sich im nächsten Jahr mit einer Gesamtkonzeption für alle Friedhöfe befassen. Angesichts der sich wandelnden Nachfrage, könne man "schöne Sachen" machen.

Wichtig sei, dass das Ergebnis der Überlegungen Hand und Fuß habe. Problematisch sei allerdings mancherorts die schlechte Bodenbeschaffenheit. Nassbereiche, beispielsweise auch in Lackendorf, ­gestalteten die Belegung schwierig.