Dornhan

Stadt hat den Schwarzen Peter

von Schwarzwälder Bote

Dornhan (jh). Der Eigenbetrieb Fernwärme hat sich in der Vergangenheit gut entwickelt. Diese Feststellung trifft Daniel Krauss von der Firma endura kommunal, der das Dornhaner Netz beurteilte. Das finanzielle Gesamtergebnis ist dank der sinkenden Abschreibungen ausgeglichen.

Der Wärmelieferungspreis sei wegen des günstigen Wärmebezugs sehr günstig. Krauss merkte jedoch an, dass ab dem Jahr 2027 Blockheizkraftwerke nicht mehr durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden. Daher muss rechtzeitig nach anderen Technologien Ausschau gehalten werden. Er empfiehlt der Stadt, ein finanzielles Polster anzulegen, um auf diesen Umstand vorbereitet zu sein. Eine weitere Entscheidung betrifft die Überwachung des Netzes. Dort ergeben sich folgende Fragestellungen: Welche Betriebszustände sollen wie überwacht werden, und können kommunale Mitarbeiter in den technischen Betrieb eingebunden werden. Zusammenfassend bewertet Daniel Krauss das Netz als gut und sieht Potenzial für einen weiteren Ausbau. Bürgermeister Markus Huber kündigte an, dass die Verwaltung einen Vorschlag zu den angesprochenen Themenkomplexen ausarbeiten werde, um ihn in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen und zur Abstimmung zu bringen.

Mit einer anderen Komponente der Infrastruktur, dem Breitbandnetz, ist Bürgermeister Huber nicht zufrieden. Trotz der Förderung durch Bund und Land bleibe der Schwarze Peter beim Breitbandausbau bei den Gemeinden. Um unterversorgte Betriebe in den Gewerbegebieten anzuschließen, blieben trotz bewilligter Förderbescheide etwa zehn Prozent der Kosten bei den Gemeinden. Für die betroffenen Dornhaner Gewerbegebiete sind dies etwa 51 000 Euro. Dem Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen Dornhan und dem Landkreis zur Realisierung der Anbindung stimmte der Gemeinderat zu.