Dornhan

Energieneutrale Stadt

von Schwarzwälder Bote

Dornhan. Der Übergang zur Gesellschaft 4.0 und der Verminderung des CO2-Ausstoßes sind mit die größten Herausforderungen für die Politik. Bei einem Ortsrundgang in Dornhan beschäftigten sich die CDU-Kreistagskandidaten mit diesen Themen.

"Dornhan hat sich zum Ziel gesetzt, eine CO2-neutrale Stadt zu sein, wir wollen die Energiewende vor Ort schaffen", eröffnete der Dornhaner CDU-Stadtverbandsvorsitzende Lothar Reinhardt den Rundgang. Mit zwei Biogasanlagen, zwei Satelliten-Blockheizkraftwerken (BHKW), einer Windkraft- und zwei Wasserkraftanlagen sowie zahlreichen Fotovoltaikanlagen stimme die Richtung in der Gesamtstadt.

Die Bioenergie Dornhaner Platte GmbH & Co KG, in der sich drei Landwirtschaftsbetriebe aus Fürnsal und Dornhan zusammengeschlossen haben, produziert in ihrer Anlage genug Gas, um nicht nur dort mit Hilfe eines 20-Zylinder-Motors, sondern auch mit zwei Satelliten-Blockheizkraftwerken dezentral dort Wärme und Strom zu produzieren, wo er benötigt wird. So werden Leitungsverluste minimiert. Weite Teile des Dornhaner Gewerbegebiets können mit Heizwärme versorgt werden. Zudem werden Gas und Wärme an die städtischen Gebäude und Anlagen geliefert. Im Sommer wird die Wärme zur Trocknung von Hackschnitzeln, also wiederum zur Herstellung einer CO2-neutralen Energiequelle, genutzt. Damit wird überschüssige Energie im Sommer in Energie transformiert, die im Winter wieder genutzt werden kann.

Genau hier setzt nach Auffassung der CDU eine der Herausforderungen der CO2-Wende an. Strom müsse möglichst so produziert werden, dass er bedarfsgerecht zur Verfügung stehe. Und Wärme müsse zur Abfederung von Spitzen zur Verfügung stehen.

Neben der Hackschnitzelproduktion verfügt das Kraftwerk bei der Biogasanlage deshalb über einen Pufferspeicher, wie man ihn von der heimischen Zentralheizung kennt. Mit 120 000 Litern Fassungsvermögen nur ungleich größer in Form eines Silos.