Dornhan

Badende Nashörner und bunte Vögel

von Schwarzwälder Bote

Dornhan. Der Asylkreis hatte kürzlich 39 Dornhaner zu einem Frühlingsbesuch in die Wilhelma eingeladen. Die Fahrt war als Integrationsprojekt geplant. Der Familienausflug sollte für alle ein Erlebnis werden, hatten doch die meisten Kinder noch nie echte Elefanten oder Giraffen gesehen. Der eine oder andere Mitfahrende hatte allerdings in der Jugend schon einmal einen Tiger oder Bären im Heimatland gesehen, und so war die Vorfreude der Kinder spürbar.

In Gruppen starteten die Ausflügler ihren Spaziergang durch ein Blüten- und Düftemeer in den ersten Gewächshäusern des Botanischen Gartens. Riesige Azaleen-Sträucher, blühende Gold-Kakteen und ein Meer von Kamelien- Blüten entlockten ein "Ah" und "Oh". Auch der Wilhelma-Pfau begrüßte die Dornhaner.

Weiter ging es zu den Fischen, Meerestieren und dem ersehnten, ersten exotischen Tier: Krokodil Frederik. 4,31 lang, ein mächtiger Kopf und total gelassen – so lag der Koloss zum Fotografieren da. Und der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: Seelöwenbulle Unesco schwamm geschmeidig durchs Wasser. Die Fütterung und das Training der Seelöwen stand ebenfalls auf dem Programm.

Leckeres Picknick

Nach gut zwei Stunden Rundgang und der einen oder anderen Fütterung bei den Tieren bekamen auch die Ausflügler langsam Hunger. Das internationale Picknick mit mitgebrachten Leckereien aus der schwäbischen, afghanischen, syrischen und kurdischen Küche wurde wegen einsetzenden Regens in den Wandelgang verlegt. Mit Blick auf blühende Magnolien, herrlich duftende Narzissen und erste Pfingstrosenblüten schmeckte alles köstlich.

Die Mittagspause war kurz, denn die Affen, Gorillas, Nilpferde und Spielplätze wollten auch noch besucht werden.

Die Kinderwagen gepackt und die Rucksäche geschultert, ging es den Berg hoch. Vorbei an Bären, Seeadlern, Uhus und schreienden, bunten Vögeln kamen die Dornhaner zu den schlafenden Löwen und den badenden Nashörnern.

Elefanten, Giraffen mit langen Zungen und zankende Affen beeindruckten die Zuschauer. Die Kinder kamen aus dem Staunen kaum heraus. Gegen 16 Uhr ging es dann Richtung Bus. Alle waren vom vielen Laufen müde und freuten sich auf die entspannende Busfahrt zurück nach Dornhan.

Gleichzeitig war man sich schnell darüber einig: Der nächste Ausflug für und mit den Dornhanern soll nicht allzu lange auf sich warten lassen.