Donaueschingen

Wenn die Grammatik auf Alemannisch trifft

von Schwarzwälder-Bote

Donaueschingen (wm). Zum dritten Mal trafen sich die Teilnehmer am Projekt Mundart am Donnerstag im Mehrgenerationenhaus unter der Leitung von Ernst Zimmermann. Es waren zwar weniger erschienen als beim letzten Mal, dafür wurde umso intensiver und mit großer Sachkenntnis diskutiert.

Zunächst konnte man feststellen, dass nicht nur in den Ortsteilen unterschiedlich gesprochen wird sondern sogar auch in verschiedenen Stadtbezirken. Es wurden wieder in Mundart übersetzte Geschichten vorgelesen, darunter die Eingemeindung von Aufen, und anschließend Wörter und Redewendungen unter die Lupe genommen. Zwar konnte bei den meisten Übereinstimmung festgestellt werden. Es gab aber auch Abweichungen. So sagt man zum Beispiel für liederlich in Donaueschingen liderle, in Aufen lederig und in Pfohren lederläch.

In der Grammatik gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen Hochdeutsch und Mundart. Die Mundart kennt zum Beispiel keinen Akkusativ. Man isst nicht den Käse sondern dä Käs. Bei manchen Wörtern konnte man sich nicht einigen wie sie gesprochen und geschrieben werden. Zimmermann erklärte dazu, dass beim nächsten Treffen am 6. März mit Ewald Hall ein Fachmann anwesend sein wird, von dem man kompetente Informationen erwarten kann. Schließlich wurde auch festgestellt, dass häufig für ein hochdeutsches Wort mehrere in der Mundart zur Verfügung stehen.