Donaueschingen

Wehr wirbt um weitere Mitstreiter

von Rainer Bombardi

Die Feuerwehr Aasen als Auslaufmodell? Das ist einfach unvorstellbar. 151 Jahre nach ihrer Gründung und ein Jahr nach den viel beachteten Festtagen zu ihrem 150. Geburtstag ist die Lage zwar prekär, aber am Horizont ziehen Hoffnungsschimmer auf.

Donaueschingen-Aasen. Im Florianskeller war sich die Versammlung einig, alle Hebel in Bewegung zu setzen, die erstellten Konzepte zur Rekrutierung des Nachwuchses erfolgreich umzusetzen.

Die aktive Mannschaft zählt 22 Mitglieder, deren Durchschnittsalter höher liegt, als jenes der benachbarten Abteilungswehren. "Es ist in keiner Weise geplant, Abteilungen zu schließen, doch vielfach ging in unserer Gesellschaft die Identifikation mit der Feuerwehr verloren. Eine Abteilung wird nur im äußersten Notfall aufgelöst. Doch wenn sie einmal geschlossen ist, bleibt sie für immer verschwunden", appellierte Gesamtkommandant Edgar ­Schiesel, gegen einen weiteren Mitgliederschwund anzukämpfen. Indes begann bereits ein moderater Aufschwung der Abteilung, die im Vorjahr mit Nico Tritschler und Stefan Bäurer zwei neue Mitglieder aufnahm. Zudem bewarben sich bereits weitere junge Mitglieder um eine Aufnahme, der nach erfolgreicher Grundausbildung zum Truppmann nichts im Wege steht.

Überlegungen zur Gründung einer Jugendfeuerwehr sind im Gange. "Es ist uns bewusst, dass wir jetzt am Ball bleiben müssen", skizzierte Kommandant Wolfgang Wiehl die Abteilung als eine homogene Gemeinschaft, die sich an diversen Aktivitäten im Ort beteiligt. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, die sich für eine Karriere in der Wehr interessieren, seien jederzeit willkommen. Sie erhielten jegliche Unterstützung und Ausbildung, die sie für eine Karriere in der Feuerwehr benötigten. Auch sei es ihnen möglich, von der Erfahrungen und Erlebnissen der elf Mitglieder der Altersmannschaft zu profitieren.

Die Zusammenarbeit in der Gesamtwehr Donaueschingen und im Speziellen mit Heidenhofen, Pfohren und der Stadt funktioniert Bestens. Ein Lob für die Einsatzbereitschaft der Abteilung gab es von Ortsvorsteher Horst Hall. In der Vorwoche hatten die Einsatzkräfte auf Grund einer Rauchent­wicklung im Werk VI der IMS­-Gear ihren einzigen Einsatz im zurückliegenden Berichtsjahr. Die Mannschaft hatte die Lage jedoch schnell analysiert, sodass ein weiteres Eingreifen nicht mehr erforderlich war.

Nach 25 Jahren als Schriftführer legte Armin Rothweiler aus beruflichen Gründen sein Amt nieder. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Neumitglied Nico Tritschler. Neu im Abteilungsausschuss sind Alexander Maus, Alexander Haas und Rolf Märkle. Im Gesamtaufsichtsrat sind Wolfgang Wiehl und Joachim Tritschler. Auszeichnungen erhielten Karl Rothweiler für 40 Jahre und Hermann Rothweiler für 60 Jahre Zugehörigkeit.

Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Hans-Peter Feiß überraschte Aasens Abteilungskommandant Wolfgang Wiehl, den er mit dem Feuerwehrkreuz in Bronze des deutschen Feuerwehrverbandes auszeichnete. Wiehl steht seit 26 Jahren in der Funktion des Kommandanten an der Spitze der Abteilung.