Donaueschingen

Polo Cup bleibt in der Stadt

von Wilfried Strohmeier und Franz Filipp

Donaueschingen - Hatten die Polospieler am Freitag noch Glück mit dem Wetter und sah es am Samstagmorgen auch noch einigermaßen ordentlich aus, so war es mittags mit dem trockenen Wetter erst einmal vorbei: Das Spiel um den Finaleinzug wurde in den letzten beiden Chuckas zur Regenpartie.

Doch das konnte das Team um Christian und Jeannette zu Fürstenberg nicht um den hart erkämpften Sieg bringen. Erstmals gab es in diesem Jahr in Donaueschingen zwei Jugendspiele des deutschen Polonachwuchses und dabei stand eine ganz besondere Mannschaft am Sonntag im Mittelpunkt: vier Brüder aus München, zwischen acht und 14 Jahren, die gegen eine Mixed-Mannschaft antrat.

Die "Grabosch–Gang" mit Michl als jüngster Teilnehmer des Cups, Emil, Paul und Anton, der mit 13 Jahren schon fast der Senior der munteren Truppe ist, fegten am Samstag bei Regen und Sonntag nur so über den Platz. Ganz wie ihr Vater Kim Grabosch, der in der Deutschen Poloszene kein Unbekannter ist. Gegen die Brüder hatten die Fürstenberg-Youngsters kaum eine Chance, und prompt gingen die Münchner dann rasch in Führung.

Auch wenn der Präsident der Fürstlichen Gesamtverwaltung Hans-Rüdiger Schewe seinen Regenschirm gestern symbolisch in die Ecke stellte, ganz ohne den einen oder anderen Schauer kamen Besucher und Teilnehmer trotz der guten Organisation der Veranstaltung nicht davon. Und das tiefe Brummeln am Nachmittag war dann nicht etwa ein aufziehendes Gewitter, sondern der einschwebende Helikopter von Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der mit seiner Frau Elisabeth das Spiel um den Silver-Cup seines Team direkt vor Ort verfolgen wollte.

Besonderen Besuch hatte sich mit dem Mahadradja aus Jaipur und seinem Sohn angesagt. Die beiden begeisterte Polo-Spieler nutzten die Gelegenheit, dem jungen Prinzen Tassilo zu Fürstenberg ein Geschenk zu überreichen.

Für die Besucher gab es ebenfalls die eine oder andere Überraschung: Schiedsrichter Hernry Stevens ließ bei seinem Ritt über den sieben Fußballfelder großen Platz in den Pausen immer einen Sektkorken fallen, und die Finder durften sich über eine Probefahrt mit Chauffeur in einem Maserati freuen, so auch Bürgermeister Bernhard Kaiser, dessen Kinder sich zuvor erfolgreich auf die Suche gemacht hatten.

Strahlender Sonnenschein herrschte dann pünktlich zum Finale gestern. Es trafen die Teams Haus Fürstenberg und Hotel Vierjahreszeiten aufeinander, beide mit dem gleichen Handicap, sprich die Spieler waren sich ebenbürtig. Das Finale war dann auch hart umkämpft, immer wieder gab es schnelle Galoppsprints um den Ball, was nach drei Tagen Polo auf dem Platz nicht ganz so einfach war. Denn trotz des guten Platzzustands sprang und flog der Ball nicht immer auf der Bahn, welche die Spieler angepeilt hatten. Kurzzeitig hatte man auch die Befürchtung, dass sich einer der Reiter wie am Freitag ernsthaft verletzt hatte. Doch dies war dann doch nicht so.