Donaueschingen

Nachwuchsreiter beim CHI am Start

von Wilfried Strohmeier

Donaueschingen - Olympiateilnehmer, Weltmeister, Deutsche Meister und vor allem Nachwuchsstars gehen vom kommenden Donnerstag bis einschließlich Sonntag beim internationalen S.D. Joachim Fürst zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier an den Start.

Die Nachwuchsreiter im Profilager müssen sich keinesfalls verstecken. In der Dressur ist beispielsweise die 23-jährige Fabienne Lütkemeier dabei: Sie ist amtierende Mannschaftseuropameisterin und dreifache Europameisterin der Jungen Reiter.

Bei den Springreitern sind dies beispielsweise Niklas Krieg, Marcel Marschall, David Will, William Whitaker, die Zwillingsbrüder Nicola und Olivier Philippaerts, die Brüder Hendrik-Jan und Frank Schuttert – er will in diesem Jahr seinen Titel verteidigen – und der Schweizer Martin Fuchs. Wenn auch einige ganz großen Namen wie Ludger Beerbaum fehlen, so gilt es auf die international erfolgreichen Nachwuchsstars ein Auge zu werfen, denn sie sind die Beerbaums von Morgen. Sie können sich eventuell noch einiges abschauen vom amtierenden Weltmeister Philippe Le Jeune oder auch von Alois Pollmann-Schweckhorst, die ebenfalls gemeldet haben.

Bei den jungen Reitstars ist es auffallend, wie viele Kinder aus bekannten Profireiterfamilien an den Start gehen, Krieg, Marschall, Philippaerts, Whitaker, das sind alles Namen, die seit vielen Jahren in den internationalen Sprinparcours bekannt sind, meist durch den Vater oder Onkel.

William Whitaker ist in Großbritannien auf Platz 8 der Topreiter. Er hat in diesem Jahr Premiere auf dem Donaueschinger Rasen und kommentierte bei der gestrigen Pressekonferenz das Starterfeld. Es seien tolle Preise, aber "es wird schwer für mich zu gewinnen".

Die Starpferde von Morgen sind in Donaueschingen ebenfalls dabei. Ihre Hauptprüfung steht am Freitagnachmittag um 16 Uhr an. Dann haben die besten vierjährigen Nachwuchspferde ihren Aufgalopp, unter Beobachtung des Zuchtverbandes Baden-Württemberg und der Profireiter. Escon-Marketing-Chef Kaspar Funke weiß, dass es in den vergangenen Jahren einige "konstruktive Verkaufsgespräche" nach diesen Springprüfungen gab. Hier attestierte Funke dem Württembergischen Zuchtverband, dass sie in den vergangenen Jahren einiges nachholten und mit den etablierten Zuchtverbänden aus Norddeutschland mithalten können.

Ein weiterer Fokus sind die Reiter aus Katar. Im vergangenen Jahr zum ersten Mal in Donaueschingen dabei, sind sie in diesem Jahr stärker vertreten. Laut Kaspar Funke, der mit einem der Funktionäre sprach, wollen sie den Reitsport weiter aufbauen, in wenigen Jahren an der Weltspitze mitreiten und es liege im Bereich des Möglichen, dass die Kataris in wenigen Jahren auch die Weltreiterspiele austragen werden.

In Donaueschingen sind somit an diesem Wochenende 26 Nationen am Start, eine Ausweitung auf zwei Wochenenden, wie im vergangenen Jahr noch angedacht, ist zunächst vom Tisch. Hier war Kaspar Funke das Risiko zu groß. Stattdessen konzentriert man sich mehr auf die etablierte Veranstaltung und trägt in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften der Gespannfahrer aus.