Donaueschingen

Feuerwehr führt die Hitliste eindeutig an

von Schwarzwälder Bote

Donaueschingen (guy). Wie lässt sich der Wert einer Organisation festmachen? Also nicht in schnöden Zahlen, sondern im tatsächlichen Wert für die Gesellschaft, die Allgemeinheit? Schwierig.

Mit dieser Aufgabe haben sich Wissenschaftler der Handelshochschule Leipzig und das Centre for Leadership and Values in Society der Universität St. Gallen beschäftigt. Was dabei herausgekommen ist, nennt sich Gemeinwohl-Atlas. Das Ganze ist im Internet unter www.gemeinwohlatlas.de zu finden. Dort aufgelistet sind Unternehmen, Vereine, Verbände und Organisationen aus dem öffentlichen Bereich – alle wurden sie nach verschiedenen Gesichtspunkten bewertet.

Dazu wurden 2019 insgesamt 11 769 Personen im Alter zwischen 18 und 93 Jahren befragt. Kannten die Befragten mindestens eine der aufgelisteten Organisationen, wurden sie aufgefordert, für einzelne Organisationen den Beitrag zum Gemeinwohl in den vier Dimensionen Lebensqualität, Aufgabenerfüllung, Zusammenhalt und Moral zu bewerten.

Ganz oben in der Liste steht die Feuerwehr. Sie hat die meisten positiven Bewertungen eingeheimst und manifestiert ihren Wert in einem ersten Platz im Gemeinwohl-Atlas. Sinnvoll ist das auch noch.

Damit wollen die Wissenschaftler einen gesellschaftlichen Dialog über Gemeinwohlbeiträge von Organisationen anstoßen und den Platz näher bestimmen, welchen Organisationen in der Gesellschaft einnehmen.

Ziel sei es, Transparenz und Bewusstsein dafür zu schaffen, welchen Wert Organisationen für die Gesellschaft stiften. Auf dem zweiten Platz folgt übrigens das Technische Hilfswerk, gefolgt vom Roten Kreuz an dritter Stelle.

Damit sind diese Organisationen über 100 Plätze getrennt von den Schlusslichtern des Atlas’. Der reicht bis auf Platz 137, den der Zigarettenhersteller Marlboro einnimmt. Davor sind die Fußball-Organisation FIFA, die Bild-Zeitung und auf Platz 134 die Deutsche Bank.