Donaueschingen

CHI bietet vier Tage lang Turnierspektakel

von Wilfried Strohmeier

Donaueschingen - Springreiten, Dressur, Polo, Gespannfahren – Donaueschingen wird beim 58. Internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier wieder vier Tage, vom 18. bis 21. September, zum Mittelpunkt des internationalen Pferdesports.

Schon jetzt stehen auf den Starterlisten in allen Disziplinen einige bekannte Namen. Der Vorjahressieger im Großen Preis, Gert-Jan Bruggink, hat bereits gemeldet, seine Lebensgefährtin Pia-Luise Aufrecht ist dabei, Frank Schut­tert, der 2012 den Großen Preis in Donaueschingen und im Juli das Samstagsspringen beim CHIO in Aachen gewann, sowie die Lokalmatadoren Niklas Krieg und Kaya Lüthi im Springreiten. In der Dressur sind es Nadine Capellmann und auch Jenny Lang, die im vergangenen Jahr den zweiten Platz beim Grand Prix Spezial mit ihrem Loverboy in Donaueschingen gewann.

Bei den Fahrern sind es Michael Brauchle und Georg von Stein – er verlor im vergangenen Jahr seinen fast schon sicheren Sieg am letzten Hindernis der Geländefahrt – bei den Ponyvierspännern sind es Steffen Brauchle und Dieter Höfs. Für die Gespannfahrer ist Donaueschingen wieder ein spezielles Pflaster. Zwei Wochen nach den Weltreiterspielen in Frankreich geht es bei ihnen um den Sieg im Deutschen Fahrderby und um Weltcuppunkte.

Es gehen zudem Fahrer aus den starken Nationen Schweden, Holland, Belgien und Frankreich an den Start, was Michael Brauchle bei der gestrigen Pressekonferenz zu der Aussage veranlasste, dass das Heimspiel eine schwere Konkurrenz werde. Er freue sich aber schon jetzt auf die Brigachdurchfahrt. Sein eigenes Abschneiden bei der Konkurrenz im Donaueschinger Schlosspark sieht er noch skeptisch, da er ein Pferd, mit dem dieses Jahr viel unterwegs war, nach Aachen in den Koppelurlaub schicken musste, um es zu schonen.

Jenny Langs Loverboy hat momentan ebenfalls eine kleine Verschnaufpause, damit er in Donaueschingen fit ist. Das Dressurviereck "ist ein idyllisches Plätzchen an der Brigach", auf das sie sich freue, wenn ihre Dressurpferde auch schon mal die Ohren sehr spitzen, wenn ein Vierspänner vorbeifährt. Mit der Dressurserie Meggle Champions hat Donaueschingen auch einen der hoch dotierten Dressurpreise im Programm, bei dem die Starter natürlich gewinnen wollen. Wichtig ist den Dressurreitern auch der Nürnberger Burgpokal.

Doch schätzt Jenny Lang aus Karlsruhe das Turnier vor allem auch deswegen, da man die jungen Pferde an den großen Sport gewöhnen kann. Gleiches betonte gestern auch der Springreiter Werner Muff aus der Schweiz. Man wäre in der Schweiz glücklich, wenn man ein Turnier mit diesem Platzangebot hätte, wie es in Donaueschingen vorherrscht. Auch er plant, ein Nachwuchspferd mitzunehmen, um es an die Eindrücke rund um den großen Turnierplatz zu gewöhnen.

Insgesamt habe man einige Prüfungen weniger als im vergangenen Jahr und will das Starterfeld etwas reduzieren, um nicht in Zeitverzug bei den Springen zu geraten, erklärte Michaela Koch von Escon Marketing. Sie vertrat ihren Chef Kaspar Funke, der sich krankheitsbedingt entschuldigen ließ. Das Preisgeld bleibe in etwa gleich, die Fernsehzuschauer haben die Möglichkeit, am Turniersonntag auf dem SWR zwischen 16.45 und 17.15 Uhr das Finale des Joachim-zu-Fürstenberg-Gedächtnispreises mitzuverfolgen.

In diesem Jahr gibt es wieder ein großes Show- und Begleitprogramm. Dazu gehören der Reiterumzug am Donnerstag, an dem Vereine und Gruppen aus der Region teilnehmen, ein großes Kinderland während des Turniers, ein Flamencotanz zwischen Erde und Himmel sowie einen Kosakenritt. Vorgestellt werden die Friesenpferde des Gestüts Brümmer. Diese Rasse erfreut sich bei Barock-Reitern großer Beliebtheit, da sie mit üppiger Mähne und Schweif ein eindrucksvolles Bild zeigen. Diese Show wird tagsüber gezeigt.

Bestandteil des Showprogramms ist außerdem eine öffentliche Reitstunde, welche man gewinnen kann. Es werden dabei die Dressurchampionatsreiterin Uta Gräf und der internationale Dressurrichter Dietrich Plewa unterrichten.

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