Dietingen

Übung in drei Schritten

von Schwarzwälder Bote

Bei einer etwas anderen, aber nicht weniger spektakulären Übung hat die Gesamtfeuerwehr Dietingen ihr Leistungsvermögen vor den Augen von vielen Zuschauern unter Beweis gestellt.

Dietingen (kw). Übungsobjekt war der Kindergarten in Dietingen. Neben den Feuerwehrmännern aus den fünf Abteilungen der Gesamtgemeinde unter Leitung von Gesamtkommandant Dominik Weißer waren die Kindergartenkinder mit ihren Betreuerinnen in diese Hauptübung eingebunden.

Was war bei dieser Hauptprobe diesmal anders? Das Übungsgeschehen verlief nicht wie in der Realität gleichzeitig an verschiedenen Schauplätzen. Die Feuerwehrmänner lösten ihre Aufgaben zum besseren Verständnis für die jüngsten Akteure nach und nach in einzelnen Schritten. Die Hauptübung dauerte somit auch etwas länger und hatte mit einem realen Einsatzszenario eher wenig gemein. Doch den Kindern machte es Spaß.

Folgende Annahme lag der Übung zugrunde: In unmittelbarer Nähe des Gebäudes war ein Traktor bei Mäharbeiten in Brand geraten. Der Rauch zog über die geöffneten Fen­ster in das Erdgeschoss des Kindergartens. Die Brandmeldeanlage löste Alarm aus. Kinder und Betreuerinnen, die sich im Erdgeschoss aufhielten, konnten die Räumlichkeiten geordnet durch die Fluchttüren verlassen.

Erstes Ziel der Übung. Die Jungen und Mädchen lernten mögliche Fluchtwege kennen. Im Obergeschoss schnitt der Rauch den Personen den Weg zur Fluchttreppe ab. Die Feuerwehrmänner retteten die Kinder und Betreuerinnen mittels Steckleitern. Doch dann wurde festgestellt, dass vier Kinder sowie eine Erzieherin fehlten.

Die Suche nach den Vermissten stellte den zweiten Abschnitt der Übung dar. Mit der Wärmebildkamera drangen Atemschutzträger in das Gebäude ein. Sie installierten einen Rauchvorhang, um ein weiteres Ausbreiten des Rauches im Gebäudeinneren zu verhindern. Bei der Personensuche wurde ein weiterer Brandherd entdeckt.

Das Essen auf dem Herd war im Zuge der ausgelösten Hektik vergessen worden. Dies führte zu einem weiteren Brand, der aber schnell gelöscht werden konnte.

Teil drei bestand aus der Bergung des Fahrers aus dem brennenden Traktor sowie der Brandbekämpfung.

Siegfried Bihl kommentierte über Lautsprecher fachkundig und verständlich das Geschehen. Der Irslinger Abteilungskommandant konnte neben Bürgermeister Frank Scholz (in der neuen Feuerwehrjacke) auch den Ehrenkommandanten Bernd Frommer sowie die Kameraden der Alterswehr begrüßen. In seinem Schlusswort an die Zuschauer machte Gesamtkommandant Weißer Werbung für den Feuerwehrdienst.