Dauchingen

Strohpuppe geht in Flammen auf

von Stefan Preuß

Dauchingen. Die Bevölkerung habe ihm zwar deutlich bestätigt, dass die Narren den Ort mindestens genauso gut wie der Bürgermeister geführt hätten – doch es nutzte nichts: Am Dienstagabend gaben die Teufel aus der Hand von Zunftmeister Volker Ositschan den Rathausschlüssel zurück an die Obrigkeit.

Zuvor hatte der Oberteufel resümiert, wie schön die Fasnet in diesem Jahr gewesen sei. Doch nun sei mit dem Saufen Schluss stellte er unter dem Geheule der Teufel fest. Und andere Frauen als die eigene dürften ab sofort auch nicht mehr teuflisch angeschaut werden.

Nachdem die Sargtäger ihres Amtes gewaltet hatten, wurde die große Strohpuppe im Brand gesetzt. Angesichts der beißenden Kälte war das einigermaßen willkommen. Für die traurigen Teufel hatte der Zunftmeister immerhin einen Trost parat: "Ab sofort geht es wieder dagege!"

Narrenbaum wird gefällt und versteigert

Vom Rathaus zog der Tross zur Zunftstube, um den Narrenbaum zu fällen und zu versteigern, womit dann auch das weithin sichtbare Zeichen der närrischen Macht getilgt war.