Calw

Motorweekend: Muss für Oldtimer-Fans

von Steffi Stocker

Calw - Ein Muss für alle Oldtimer-Freaks, deren Fahrzeuge auch mal draußen im Regen stehen dürfen, ist das Motorweekend des Vereins "Altblech Calw". Mit dabei waren am Wochenende 51 Teams, die bei der Rallye am Samstag bei zahlreichen Aufgaben besonders gefordert waren.

Die Teilnehmer, die vor allem aus Baden-Württemberg kamen, traten zu einer Schnitzeljagd durch den Nordschwarzwald an. Eine mehr als 400 Kilometer lange Anreise aus Preußisch-Oldendorf in Nordrhein-Westfalen hatte aber auch "Bertas Bande" auf sich genommen.

Thema vorgegeben

"Wir haben das Thema ›Superhelden‹ vorgegeben", verwies Holle Rosenhahn, der Vizepräsident des Gastgebers, auf die Startbedingungen. Gefordert war zum einen, dass sich Teams entsprechend verkleiden, und andererseits, Superhelden-Fahrzeuge en Miniature mit mindestens drei Rädern gebaut werden, die auch fahrtauglich sein sollten.

Einer der treuesten Fahrer ist Florian Stephan, der mit Ehefrau Tanja Egeler-Stephan und Sohn Joni schon seit sechs Jahren bei dieser Rallye mitmacht. "Und das immer mit seinem Bulli", schmunzelte Rosenhahn. Selbst sein Geburtstag hatte Stephan nicht abgehalten, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein. "Die Freude am Fahren, die Atmosphäre mit einer Mischung aus Rock und Punk sowie die Freundschaft lassen mich jedesmal wiederkommen", so der aus Herrenberg kommende Altblech-Fan.

Kreativität gefragt

Das Roadbook gab vor, welche Strecke zu fahren war. Es ging nicht nur zu verschiedenen Punkten in der Umgebung, sondern auch darüber hinaus. Navigationsgeschick, Orientierungssinn, Kraft und Kondition, aber auch Kreativität und Einfallsreichtum verlangten die 20 Challenges den Teams ab. Mal mit, mal ohne Auto waren Aufgaben, wie beispielsweise Reifenwechsel, heißer Draht oder Malen nach Zahlen mit einem Ölmessstab zu erfüllen. Mit einem Mofa musste ein Ballon zum Platzen gebracht werden. Dann wieder sollten die Teilnehmer auf gegenüberliegenden Schaukeln mit den Füßen aneinanderstoßen oder in einem Gruselkabinett mit einer Kerze ihren Weg suchen.

Überwindung kostete es die Rallyefahrer, aus einer Wanne voll Gülle Ringe zu fischen. Doch an jeder Station gab es Buchstaben, die, richtig zusammengesetzt, das Lösungswort "Schubschraubtriebstarter" ergaben, was nichts anderes bedeutet als Anlasser.

Der Zieleinlauf war vom "Eierlauf" geprägt. Mussten die Beifahrer doch einen Löffel mit dem empfindlichen rohen Hühnerprodukt von der Station Teinach bis hinauf zu den Stammheimer Rottannen durch das geöffnete Fenster balancieren.

Während der Rallye mussten die Teams außerdem an ihren Miniaturfahrzeugen weiterbauen, die beim Zieleinlauf in den Versteigerungspool kamen. "Den Erlös spenden wir dem Förderverein der Kinderklinik Schömberg", kündigte Rosenhahn an.

Vom Interesse an der Rallye, und dem Geschehen auf dem Festgelände war Altblech-Präsident Andreas Enkelmann überwältigt. "Das Miteinander und die Freude an der Veranstaltung sind großartig", zog er am frühen Samstagabend sein Fazit, bevor nach der Siegerehrung "Kitty in a casket" und "The Peacocks" das Motorweekend musikalisch rockten.