Calw

Jugendliche schnuppern Praxisluft

von Schwarzwälder Bote

In der Schule soll man fürs Leben lernen. Da kann es auch nicht schaden, etwas Praxisluft zu schnuppern. Acht Schüler der Calwer Ludwig-Haap-Schule waren deshalb zu Besuch am Homag-Sägenstandort in Holzbronn.

Calw-Holzbronn. In Begleitung von zwei Lehrkräften nutzten die Jugendlichen einen Vormittag lang die Gelegenheit, Einblicke in die berufliche Praxis zu sammeln und verschiedene Tätigkeiten in einem Industriebetrieb mit eigenen Händen auszuprobieren. Diese unmittelbaren Erfahrungen motivieren die Jugendlichen mehr als jede Theorie und bereiten Freude am Lernen. Ausflüge dieser Art sind daher ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Ludwig-Haap-Schule, die Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen betreut.

Ausflug in Arbeitswelt

Umso wichtiger sind für die Verantwortlichen der Einrichtung engagierte Partner wie die Homag Plattenaufteiltechnik GmbH am Standort Holzbronn. Hier stand für die Jugendlichen – wie bereits in den vergangenen Jahren – im Dezember wieder ein Ausflug in die Arbeitswelt auf dem Programm.

Los ging es bei Homag mit einem Betriebsrundgang durch das Traditionswerk für horizontale Plattenaufteil­sägen. Vom Warenlager über die Lackiererei bis hin zur großen Montagehalle gab es für die Besucher dabei viel Neues zu entdecken. Anschließend ging es für die Schüler zur nächsten Unterrichtseinheit direkt in das Homag-Ausbildungszentrum.

Dort angekommen, wartete in der Werkstatt bereits eine spannende Aufgabe auf die Nachwuchstüftler. Die Herausforderung: Jeder sollte ein kleines Aufziehauto zusammenbauen. Der technische Bauplan und die vorgefertigten Teile lagen jeweils bereit. Als Unterstützer bei der Montage standen den Jugendlichen drei Homag-Auszubildende mit Rat und Tat zur Seite.

Für alle ein Gewinn

Die Motivation der Teilnehmer war dabei mindestens so hoch wie die Anspannung vor dem anschließenden Finale. Als Bewährungsprüfung für die selbst gebauten Aufziehautos stand ein Rennen um Platz und Sieg auf dem Programm. Mit Preisen wie einer Power-Bank für Platz eins, einer Taschenlampe oder einem Meterstab für die Plätze zwei und drei. Unabhängig davon war der Besuch in den Homag-Werkshallen für alle Beteiligten ein Gewinn – so wie bereits in den vergangenen Jahren und wohl auch in Zukunft.