Calw

Im Sommer 2020 könnte gebaut werden

von Bianca Rousek

Calw - Vor einem Jahr standen zwei Bauvorhaben zur Innenverdichtung erstmals auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses. Betreutes Wohnen in Hirsau und die Entstehung von rund 40 Wohneinheiten in der Weidensteige. Für Letzteres sollen schon bald die ersten Bagger anrollen.

Ein großer Erdhaufen, Wiese, Bauzäune – viel mehr ist im Bereich der Weidensteige/Weiherstraße noch nicht zu sehen. Die viel besungene "Ruhe vor dem Sturm"? Immerhin sollen auf der momentan noch brach liegenden Fläche in der Calwer Kernstadt in den kommenden Jahren 39 Wohneinheiten entstehen. Die Erschließungsarbeiten dafür sollen bereits kommende Woche beginnen, kündigen Andreas Quentin, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Verkehr der Stadt Calw, und Alexander Deisling von der Deisling Wohnbau GmbH, an. Konkret wird es sich dabei um den Regenwasserkanal sowie den Straßenausbau handeln, meint Quentin. Bevor nämlich die Gebäude errichtet werden, solle "ein vernünftiger Fußgängerverkehr" gewährleistet werden. Dafür sei ein Gehweg unabdingbar.

All das soll noch bis zum Ende des Jahres fertig werden, wenn es gut läuft sogar noch inklusive der Aufbringung des Feinbelags, fügt Quentin hinzu. Ansonsten würden diese Arbeiten Anfang 2020 erledigt.

Noch steht die Baugenehigung für das Vorhaben aus. Weder Quentin noch Deisling hegen aber Zweifel daran, dass diese zeitnah erteilt wird. Schließlich seien bislang weder im Bau- und Umweltausschuss noch von der Bevölkerung Einwände gegen die Innenverdichtung in der Kernstadt vorgebracht worden. Sobald also die Genehmigung vorliegt, wollen die Investoren in die Vermarktung einsteigen. Ein Großteil der Wohneinheiten soll verkauft, einige andere vermietet werden. Mit dem Bau könnte im Sommer 2020 begonnen werden.

Begrünte Flach- und Satteldächer

Entstehen sollen in dem Gebiet Weidensteige/Weiherstraße insgesamt 39 Wohneinheiten, 28 davon in Form von Mehrfamilienhäusern. Die übrigen als Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Der Plan sieht vor, dass dort, wo das ehemalige Druckereigebäude der Kreissparkasse stand, sechs zweigeschossige Doppelhaushälften mit Satteldach gebaut werden – mit Wohnflächen von 140 bis 170 Quadratmetern und zwei Stellplätzen pro Wohneinheit.

An der gegenüberliegenden Straße entlang wollen die Investoren vier Mehrfamilienhäuser bauen, ein weiteres in zweiter Reihe dahinter. Für diese Gebäude sind laut Deisling begrünte Flachdächer vorgesehen. 42 Stellplätze, 34 davon in einer Tiefgarage, sind geplant. Die fünf Reihenhäuser, die im hinteren Teil des Grundstücks gegenüber der Weiherstraße errichtet werden sollen, sollen Satteldächer bekommen. Für die Wohneinheiten dort sind jeweils zwei Stellplätze vorgesehen.

Quentin sieht das Projekt durchweg positiv. Innenverdichtung sei schon lange ein Thema. Und: "Man hat hier Einkaufsmöglichkeiten. Es passt alles."