Calw

Förderverein jetzt auf der Suche nach Funktionären

von Heinz Ziegelbauer

Bad Wildbad-Calmbach. "Kommt zuhauf – wir lösen uns auf!" lautete der provokante Aufruf des Förderverein Waldfreibad Bad Wildbad-Calmbach zum Besuch seiner Hauptversammlung am Samstagabend im Clubrestaurant des 1. FC Calmbach. Und er hatte Wirkung.

Kurze Berichte

Waren es bei der Versammlung im vergangenen Jahr nur ganz wenige Besucher gewesen, so kamen jetzt insgesamt 44 interessierte Gäste, davon 25 aus dem Kreis der 159 Vereinsmitglieder.

"Fortführung oder Auflösung des Vereins" war wohl der wichtigste Tagesordnungspunkt, der diese große Zahl von Besuchern mobilisiert hatte. Davor hörten die Gäste einen nur kurzen Bericht des ersten Vorsitzenden Peter Schmid und denjenigen des Kassenverwalters Rolf Keppler sowie des Kassenprüfers Albert Jülch. Ergebnis der Hauptversammlung war nach knapp zweistündiger Dauer, über einen Gesprächskreis einen Versuch zur Bildung einer kompletten Führungsmannschaft zu starten.

"So viele Besucher waren es in den vergangenen zehn Jahren noch nie", zeigte sich Peter Schmid angenehm überrascht von der guten Resonanz der außergewöhnlich formulierten öffentlichen Einladung zur Hauptversammlung. Woraus er ableitete, dass doch ein großes Interesse am Calmbacher Waldfreibad bestehe. Mit dem Förderverein werde es nur weitergehen, wenn es Leute gebe, die sich in den Vorstand wählen ließen, machte Schmid deutlich. Wenn dies nicht gelinge, wolle man den Verein zwar nicht gleich auflösen, aber zunächst stilllegen. Insbesondere deswegen, weil eine Auflösung nicht "von heute auf morgen" gehe.

"Wir wollen, dass es weitergeht, aber nicht mehr unter unserer Regie", vermittelte Schmid die Auffassung des Vorstands, in dem die Funktion des zweiten Vorsitzenden, des Kassenverwalters und zweier Beisitzer neu zu besetzen wären, dafür aber mindestens bislang niemand bereit sei.

"Wir können stolz darauf sein, was wir zusammen mit der Stadt erreicht haben", blickte Kassenwart Rolf Keppler auf die vergangenen Jahre zurück und konnte dank des im vergangenen Jahr erfolgten Einzuges der Mitgliedsbeiträge für die Jahre 2014, 2015 und 2016 von einer guten Finanzsituation berichten. Als rückläufig bezeichnete er die Mitgliederzahl des Vereins mit derzeit 159 Personen. Albert Jülch, der die Kasse zusammen mit Julia Koplin geprüft hatte, bestätigte Keppler eine tadellose Arbeit, worauf seiner Empfehlung zufolge der Kassenverwalter und der Gesamtvorstand entlastet wurden.

Mack bezieht Stellung

"Keiner von uns möchte das Freibad aufgeben, so weit sollte es auch nicht kommen", mahnte Bürgermeister Klaus Mack und erinnerte an die Situation vor etwa 15 Jahren, als es um eine Schließung aus finanziellen Gründen ging. Die Stadtverwaltung habe zwischenzeitlich notwendige Sparmaßnahmen auch beim Personal vollzogen, erläuterte der Bürgermeister. Der Förderverein habe gute Arbeit geleistet und brauche sich nicht zu verstecken, würdigte er dessen Engagement und empfahl diesem, sich Gedanken über eine Komplettierung seiner Vorstandschaft vor der Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zu machen.

Eine sofort gestartete Umfrage erbrachte zwar keine direkten Bewerber für die vakanten Funktionen des zweiten Vorsitzenden, des Kassenwartes und zweier Beisitzer, ließ aber eine gewisse Bereitschaft zur Mitarbeit einzelner Personen erkennen.

Nach einem Aufruf erklärten sich 15 Besucher bereit, an einem von Peter Schmid einzuberufenden Gesprächskreis mit dem Ziel teilzunehmen, Kandidaten für die Komplettierung der Vorstandschaft zu suchen und zu finden und diese im Rahmen eines Wahlvorschlags bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zu präsentieren.