Calw

Ein Geschoss ist zumindest schon einmal vom Tisch

von Hans-Jürgen Hölle

Calw. Vierdreiviertel, vier, oder doch dreidreiviertel? Nein, hier handelt es sich weder um Mathematik noch um Rhythmus oder Takt. Sondern um die maximal zulässige Geschosshöhe bei der Bebauung des ehemaligen Telekom-Areals in Heumaden.

Mehrheitlich festgelegt

Der Bau- und Umweltausschuss, der in diesem Zusammenhang in seiner Sitzung am Donnerstagabend über den entsprechenden Bebauungsplan beriet, legte sich schließlich mehrheitlich darauf fest, dass in diesem Baugebiet eine Bebauung mit höchstens viereinhalb Geschossen zulässig sein soll. Dass der Gemeinderat, der als nächstes über diese Angelegenheit diskutieren wird, dem derzeitigen Entwurfsstand nur unter der Maßgabe zustimmt, dass in bestimmten Bereichen das Maß der baulichen Nutzung um ein Geschoss reduziert wird, hatte auch schon die Verwaltung in ihrer Stellungnahme empfohlen.

Vor gut zwei Jahren hat der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für diesen Bebauungsplan gefasst. Eigentümerin des Geländes ist die Telekom, die aber nur noch die Ortsvermittlungsstelle für ihre Zwecke nutzt und den Rest als Baufläche veräußern will. Ein von ihr beauftragtes Planungsbüro hat seither erste Vorstellungen in diese Richtung entwickelt. Im März waren diese im Heumadener Stadtteilbeirat besprochen worden. Und obwohl es noch einige Zeit dauern und noch manche Dinge umgeplant werden dürften, hat sich in der Bevölkerung Widerstand geregt. Stadtteilbeiratsvorsitzende Evelin Menges ging am Donnerstagabend, wie auch Thomas Sippel vom Planungsbüro, darauf ein.

Mehr Verkehrslärm

Zu dichte Bauweise, mehr Verkehrslärm, zu wenig Parkplätze, zu viele Geschosse, welche Dachform. Und was passiert eigentlich mit dem Aufenthaltsort für Jugendliche? Darum ist es gegangen. Das treibt die Heumadener – zumindest diejenigen – die in der Nähe wohnen – immer noch um.

Dazu kommt, dass durch die Entwicklungen bei der Hermann-Hesse-Bahn noch ein weiterer Umstand beachtet werden muss.

Nachdem im Ausschuss die Angelegenheit mit der Geschosshöhe geklärt war, können die Planer jetzt – sofern der Gemeinderat auch zustimmt – unter dieser Maßgabe weiterarbeiten. Vorgesehen ist, dass auf dem Plangebiet mit einer Größe von 1,63 Hektar insgesamt 65 Wohneinheiten realisiert werden. Je nach Baufeld sollen mehrere Geschosswohnungsbauten mit Tiefgaragen oder Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser entstehen.