Calw

Klostersommer ist voller Erfolg

von Alfred Verstl

Calw-Hirsau - Jürgen Ott strahlt mit der Sonne um die Wette. Hochzufrieden ist der Geschäftsführer des Konzertveranstalters concetera mit dem Calwer Klostersommer 2018. 15 .600 Besucher sind zu den elf Veranstaltungen gekommen. Das reicht fast an den Rekordwert von gut 16. 000 aus dem Jahr 2014 heran.

 "Endlich hat es beim Klostersommer mal nicht geregnet", sagt Ott im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit einer klitzekleinen Einschränkung: Beim Auftritt von Füenf + Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle musste wegen aufziehender Gewitter und den ersten Regentropfen etwas früher Schluss gemacht werden. Aus Sicherheitsgründen war nur eine Zugabe zu hören.

Abendkasse wird immer weniger in Anspruch genommen

Fünf Konzerte (Vanessa Mai, SWR1 Pop & Poesie, Johannes Oerding, Abba-Night und Kloster in Flammen) waren ausverkauft. Für Gregor Meyle und Radio Doria lagen nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse.

Die wird im Übrigen, wie Ott erzählt, zunehmend weniger in Anspruch genommen. Denn meistens bestellen die Besucher ihre Karten im Internet und drucken sie dann gleich zu Hause aus.

Dennoch wird die Abendkasse besetzt bleiben. Denn jedes Jahr kommen Gäste, die mit Schreck feststellen, dass sie die Tickets verloren oder zu Hause vergessen haben. Das lässt sich über das Internet dann fast immer nachvollziehen und die Leute kommen dann doch noch zu ihrem Konzertvergnügen.

Viel Lob, so Ott, gab es für die neue Bühne, die auch schon beim Katholikentag im Einsatz war. Sie ist rundum durch eine transparente PVC-Plane abgedeckt.

Zum ersten Mal war in diesem Jahr die Calwer Firma MF Sound & Light für Bühne, Licht und Ton verantwortlich. Für das noch junge Unternehmen hat sich Ott ganz bewusst entschieden, damit das Geld in der Region bleibt. Es war im Bereich Openair bislang das größte Projekt für MF Sound & Light, wie Geschäftsführer Manuel Friebolin verriet. Er, sein Partner Julian Rentschler und ihre Mitarbeiter haben die Aufgabe laut Ott hervorragend gelöst.

Gregor Meyle und Johannes Oerding kommen gerne wieder

Musiker wie Meyle oder Oerding zu verpflichten, die noch nie beim Klostersommer waren, sei schon ein Risiko gewesen, was sich am Ende jedoch voll ausgezahlt hat. Ott: "Das Echo in den sozialen Medien bei den beiden ist überwältigend." So denke er darüber nach, beide für das nächste Jahr gleich wieder zu buchen. Zumal Meyle wie Oerding gesagt haben, dass sie gerne wiederkommen. Nach deren Aussagen liegt das nicht nur an dem unvergleichlichen Ambiente im Hirsauer Kloster, sondern auch daran, dass sich die Künstler gut aufgehoben und betreut fühlen.