Burladingen

Marienkapelle in Ringingen wird saniert

von Erika Rapthel-Kieser

Burladingen-Ringingen - Damit es nachher nicht heißt "oben hui und unten pfui" wird derzeit nicht nur am Dach der Marienkapelle saniert. Auf Wunsch des Ortschaftsrats und Ortsvorsteher Markus Weiß hat sich ein Freiwilligentrupp auch der Friedhofsmauer angenommen – und erlebte eine Überraschung.

Die Mauer war jahrzehntelang von Seiten der Straße der Kreisstraße 7161 Richtung Salmendingen gar nicht mehr sichtbar. Eine hohe Tujahecke verdeckte das Mauerwerk und ließ nur ahnen, wie es darunter aussah.

Die alten Steine sind recht stabil

Viele vermuteten gar, dass es die Hecke sei, die die Mauer vor dem Einfallen schützte. Aber weit gefehlt. Seit die Hecke vor einigen Wochen wegkam, ist zu sehen, dass die alten Steine recht stabil sind. Auch zu erkennen ist, wo und wie schon einmal an den größten Schwachstellen repariert wurde.

Das nächste Problem waren die im Erdreich fest verankerten Wurzeln der Hecke. Auch die wurden mittlerweile in einer Sonderschicht der freiwilligen Helfer vorsichtig entfernt und – die Mauer hält.

Weiß und seinen Mitstreitern und Schaffern ist es ein Anliegen, dass nicht nur das Dach der Marienkirche saniert, sondern der Gesamteindruck des Gotteshauses samt Friedhof aufgehübscht wird. Auch der Vorplatz am Eingang der Marienkapelle mit seinem Brunnen soll umgestaltet werden. Denn die Fläche ist zur Kirche hin abschüssig und bei Starkregen läuft schon mal Wasser unter der Tür in die kleine Kapelle.

Der Vorplatz vor der Kapelle und vor dem Friedhofseingang soll gepflastert werden, das Eingangstor neben der Kapelle abgetragen und dann auf einem Fundament wieder errichtet werden.

Eine Bank soll künftig zum Verweilen einladen

Die schattenspendenden großen Bäume sollen bleiben, und auch eine Bank darunter soll künftig zum Verweilen einladen. Vor der Mauer entlang der Kreisstraße soll ein breiter Kiesstreifen nicht nur für ein positiveres Erscheinungsbild sorgen, sondern auch dafür, dass das Regenwasser besser abfließen kann. Nicht auszuschließen, dass luftig und mit größerem Abstand entlang der Mauer auch wieder Stauden gepflanzt werden.

Das alles wollen die Ringinger jedenfalls in den kommenden Wochen und Monaten auch mit Hilfe des Bauamtes neu gestalten. Und um diversen Diskussionen um finanzielle Mittel und Zuschüsse vorzubeugen, betont Weiß: "Wir machen so viel wie möglich in Eigenarbeit".