Burladingen

Ein Dorfrundgang und jede Menge Themen

von Adelbert Barth

Burladingen-Melchingen. Bei der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl hat der Melchinger Ortschaftsrat vor Ort einige Themen beraten. An der ersten Station des kleinen Dorfrundgangs – am Baumstamm unter den Linden – begrüßte Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue neben den amtierenden Räten auch die Kandidaten sowie zahlreiche Bürger.

Es trat die Frage auf, was denn nun aus dem Stamm der gefällten Linde gemacht werden soll. Eine Skulptur oder eine Bank? Schließlich einigte man sich darauf, eine Bank daraus zu sägen und diese an der Einfahrt zur Mittelhofen­straße aufzustellen.

Am Baugebiet "Am Pfaffenberg" informierte Barth-Lafargue über den Stand der Bauarbeiten. Kürzlich hatten sich Vertreter der Stadtverwaltung, der Albstadtwerke, Ingenieur Lutz vom Planungsbüro, Firma Storz und Vertreter den Telekom sowie Netze BW getroffen, um über die weiteren Maßnahmen zu beraten. Seit Anfang Mai läuft die Sondage der Archäologen, diese wird auch auf den unteren Bauplätzen durchgeführt, um eine weitere Verzögerung zu vermeiden. Der Oberboden im Bereich der Altlast wurde abgeschoben und untersucht.

Es wurden lediglich Auffüllungen mit Bauschutt und teerhaltigem Material festgestellt. Die Firma Storz teilte mit, dass ab Anfang Juni mit den Tiefbauarbeiten begonnen wird.

Glasfaserkabel und Pipes werden von der Telekom verlegt, und neben dem Gänsebrunnen wird auch für Netze BW ein Netzverteilerkasten aufgestellt.

Für die Lauchertstraße wurde vom Ingenieurbüro Lutz ein Bestandsplan erstellt, die Anwohner sollen im Rahmen der Bezuschussung durch das ELR-Programm in das Verfahren mit eingebunden werden. Diese Straße steht seit 30 Jahren auf der Prioritätenliste und soll nun 2020 in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Die Planung und Kosten müssen bis im Sommer ermittelt sein. In wieweit die Anwohner gemeindeeigene Flächen erwerben können, muss noch geklärt werden.

Zurück im Sitzungssaal rief Barth-Lafargue ihre Mitbürger dazu auf, am Sonntag wählen zu gehen. Des Weiteren informierte die Ortsvorsteherin über die (inzwischen bereits laufende) 72-Stunden-Aktion der Pfadfinder, die den Spielplatz an der Halde auf Vordermann bringen wollen.

Bei Großputz im Dorfmuseum wurde festgestellt, dass sich die Fenster in schlechtem Zustand befinden. Die Firma Dieringer teilte in dem Zusammenhang mit, dass sie in den nächsten zwei Monaten die fälligen Dacharbeiten durchführen wird.

Zum Antrag des Ortschaftsrats auf Änderung des Bebauungsplanes zur Umnutzung des Spielplatzes im Heintal in einen Bauplatz ist bei der Stadtverwaltung ein Widerspruch eingegangen. Hierzu sagte Barth-Lafargue, dass noch nichts entschieden sei und die Anwohner ein Gesamtkonzept erarbeiten könnten. Auch vom Ortschaftsrats wurde mehr Engagement von den Nutzern des Platzes gewünscht. Der Anschluss des Kindergartens an die Kanalisation wird demnächst in Angriff genommen, damit die Geruchsbelästigung in der Kita beseitigt wird.