Bösingen

Was bewegt die Menschen in der Gemeinde?

von Schwarzwälder Bote

Bösingen (apf). Gespannt und erwartungsfroh sind Bösingens Bürgermeister Johannes Blepp sowie Martina Kochendörfer und Klaus Müller, die Vorsitzenden der Sozialgemeinschaften Bösingen und Herrenzimmern.

Sie fiebern der Auftakttaktveranstaltung "Heimat mit Zukunft" entgegen, die am Freitag, 28. Juni, um 19 Uhr in der Festhalle in Herrenzimmern beginnt. Dabei soll es um die Zukunft der Gesamtgemeinde gehen. Mit folgenden Fragen im Zentrum: "Wie wollen wir in Zukunft in Bösingen und Herrenzimmern leben? Wie schaffen wir ein gelungenes Zusammenleben der Generationen? Welche Unterstützung und Angebote für Familien und zur Betreuung der älteren Generation sind notwendig?"

Im Rahmen dieses Prozesses führt das Institut AGP Sozialforschung (Freiburg) im Auftrag der Gemeinde eine Befragung durch. So sollen die Wünsche der Bürger in Erfahrung gebracht werden.

Ein achtseitiger Fragebogen geht ab dem 28. Juni an alle Bösinger und Herrenzimmerner ab dem 35. Lebensjahr. Diese sind laut Bürgermeister etwas mehr als 2000 der 3340 Einwohner. Die federführenden Kräfte erhoffen sich einen starken Rücklauf bis Freitag, 26. Juli. Die Fragen seien speziell auf beide Ortsteile zugeschnitten, um Anliegen, Ziele und Bedürfnisse der Bürger zu erfahren.

Die Auswertung soll nach Ortsteilen getrennt erfolgen. Schließlich seien die Voraussetzungen und Bedürfnisse verschieden, wissen Johannes Blepp, Martina Kochendörfer und Klaus Müller. Die Federführenden bieten Unterstützung beim Ausfüllen an und wollen bei kommenden Veranstaltungen und Terminen wie beim Dorffest in Herrenzimmern oder beim Wochenmarkt in Bösingen informieren.

Die Ergebnisse werden laut Bürgermeister anonymisiert ausgewertet und sollen im Oktober in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Interessierte Bürger können dann mit dem Verein "Spes Zukunftsmodelle" (Freiburg) Lösungen und Angebote erarbeiten, die eine Heimat mit Zukunft für alle Generationen in Bösingen und Herrenzimmern ermöglicht.

Das Vorbereitungsteam für die Auftaktveranstaltung besteht aus acht Mitgliedern aus beiden Ortsteilen. Klaus Müller unterstreicht die Bedeutung dieses Gemeinschaftsprojekts von Kommune und Kirche. Dies mit Blick auf die "demographische Entwicklung und Landflucht" (Martina Kochendörfer), vor denen fast keine Kommune gefeit sei.