Blumberg

Großer Andrang im Gerätehaus

von Schwarzwälder-Bote

Blumberg (blu). Die Blumberger Feuerwehr konnte am Sonntag gleich doppelt feiern. Das sanierte Feuerwehrhaus in der Kernstadt, das der gesamten Blumberger Feuerwehr und dem Schwarzwald-Baar-Kreis nützt, wurde nach der Sanierung und Erweiterung eingeweiht. Die Abteilung Stadt lud deshalb zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Stadtkapelle Blumberg unterhielt die Gäste mit flotter Musik und erhielt viel Beifall. Am Abend zogen die Verantwortlichen zufrieden Bilanz. Die Führungen waren gut besucht, sagte der stellvertretende Abteilungskommandant Stefan Rath, der zusammen mit seinem Kollegen Michael Vetter Abteilungskommandanten Hubert Schwarz, der in Kur weilt, vertrat. Die Besucher hätten viele Fragen gestellt, zum Beispiel, wie viel Eigenleistung in der Sanierung stecke, was die Mitglieder Feuerwehr alles ehrenamtlich bewerkstelligen könnten.

Von großem Interesse war die erweiterte Atemschutzwerkstatt im Keller. Das Atemschutzgerätewart-Team habe die komplette Atemschutzwerkstatt in Eigenregie umgebaut, hatte Kommandant Stefan Band bei seiner Ansprache anlässlich der Wiedereinweihung des Gebäudes stolz berichtet. Auch das Fliesen der Werkstatt sei in Eigenregie erfolgt. Da sei die Frage auftaucht, wie die Mitglieder der Feuerwehr das hohe Pensum neben ihrem Beruf überhaupt leisten könnten. "Viele Besucher waren überrascht, dass wir so viel leisten können und dass wir die Infrastruktur haben", schildert Stefan Rath.

Starkes Interesse auch am Städtle-Saal, dem Saal für Schulungen und Fortbildungen der Feuerwehr, den Saal, den auch der Blumberger Gemeinderat für seine Sitzungen nutzen kann. Stolz ist die Feuerwehr auf die mediale Ausstattung. Ein großer Bildschirm zeigt einem Referenten ganz deutlich, welche Bilder gerade auf der Leinwand zu sehen sind, so dass er sie fachkundig kommentieren kann. "Medial sind wir auf dem Stand der Technik", freut sich Stefan Rath.

Große Aufmerksamkeit erfuhr auch eine Gruppe aus Blumberg, Kommingen und Hondingen, die bei den Leistungswettkämpfen in Donaueschingen das Leistungsabzeichen in Bronze errungen hatte und ihren Wettkampf unter Gruppenführer Christian Gebele noch einmal vorführte. Bei den Wettkämpfen geht es immer um drei Kernaufgaben, erläuterten Michael Vetter und Stefan Rath: um die Brandlöschung, die Personenrettung und das Schützen de Nachbargebäude vor einem Übegreifen der Flammen. Ein großes Augenmerk legten die Mitglieder der Jury dabei auf die professionelle Disziplin.

Beliebt waren die Ausfahrten für Kinder mit dem Feuerwehrauto. Am Ende sah man zufriedene Gesichter, auch bei Kommandant Stefan Band und seinem Stellvertreter Peter Frey. Es habe sich als richtig erwiesen, den Tag der offenen Tür, der 2014 das letzte Mal stattgefunden habe, nicht mehr jedes Jahr zu veranstalten.