Bisingen

Die heilende Wirkung des Humors

von Elisabeth Wolf

Ein herzliches Lachen ist gesund und baut Stress ab – davon ist der Humortherapeut Michael Falkenbach überzeugt. Beim Betreuertag des Betreuungsvereins Lebenshilfe und der SKM Zollern in Bisingen unterhielt Falkenbach mit Lebenstipps und Witzen.

Bisingen. Viele Betreuerinnen und Betreuer kamen am Dienstag zum Betreuertag des Betreuungsvereins der Stiftung Lebenshilfe Zollernalb in die Hohenzollernhalle.

Dorothee Müllges begrüßte auch im Namen von Gabriele Kreiß, der Vorsitzenden des SKM Zollern, und im Namen von Holger Klein, dem Vorsitzenden des Betreuungsvereins Lebenshilfe Zollernalb. Dorothee Müllges ist Sozialdezernentin des Landratsamt Zollernalbkreis.

Im Kreis werden momentan 1500 Menschen rechtlich betreut

Müllges berichtete, dass im Zollernalbkreis derzeit über 1500 Personen rechtlich betreut werden. Oft übernehmen Verwandte, Bekannte oder Ehrenamtliche diese Aufgabe. Lediglich in einem Viertel der Fälle werden hauptamtliche Betreuer eingesetzt. Im Jahr 2016 wurden 287 neue Betreuungen eingerichtet, davon wurden 215 ehrenamtliche und 77 Betreuungen durch die Betreuungsvereine und Berufsbetreuende übernommen. Sie unterstützen Menschen mit Handycap oder psychischen Beeinträchtigungen, pflegebedürftige und alte Menschen.

Der Betreuungsverein der Lebenshilfe Zollernalb hat sich auf Ehrenamtliche spezialisiert, die geistig behinderte Menschen betreuen. Der SKM Zollern (Katholischer Verein für soziale Dienste im Dekanat Zollern) widmet sich eher Betreuenden, die psychisch erkrankten und älteren Menschen helfen. Beide Vereine vermitteln ehrenamtliche Betreuer, bieten Beratung und Begleitung an, führen Seminare zur Aus- und Fortbildung durch und leisten damit einen wichtigen Beitrag um ehrenamtliche Betreuung möglich zu machen.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Betreuungsvereinen und der Betreuungsbehörde des Kreises ist eine zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft. Müllges stellte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreuungsbehörde vor.

Dann übernahm Humortherapeut Michael Falkenbach mit seinem Programm "Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht – mit Humor mühelos Stress abbauen". Michael Falkenbach ist Jahrgang 1960 und seit 2002 freiberuflicher Humortherapeut. Ihn buchen Reha-Kliniken im ganzen Land. Falkenbach sieht sich selbst als Therapie-Optimierer, keinesfalls als Konkurrenz zur Therapie.

Sein Vortrag war ein Mix aus Witzen und Tipps fürs Leben. Am allerliebsten wäre es ihm, wenn es ihm gelänge, dass seine Zuhörer ihre Fehler und Scheitern annehmen und sogar darüber lächeln können. Kinder würden bis zu 400 Mal am Tag lachen, Erwachsene vielleicht noch 20 Mal am Tag, erklärte Falkenbach. "Wir haben das Lachen verlernt." Er rät, einfach ein bis zweimal die Woche etwas Lustiges im Fernsehen anzuschauen. Öfter zu lächeln sei ebenfalls ein Schritt, um die Lachmuskeln zu trainieren.

Die Besucher genossen den Abend in Bisingen, und viele Male wurde auch auf den Rat des Humortherapeuten gehört und gemeinsam herzlich gelacht.