Basketball

"Wollen immer auf unserem Kurs bleiben"

von Michael Bundesmann

Vorhang auf für die wiha Panthers Schwenningen zu ihrem ersten Spiel in der ProA. Am Samstag (20 Uhr) empfängt der Aufsteiger in der Deutenberghalle die Kirchheim Knights. Schwenningens Trainer Alen Velcic sieht sein Team sehr gut vorbereitet und ist zuversichtlich.

Alle Spieler sind fit

Die Panthers-Spieler sind froh, dass es nach sechs intensiven Vorbereitungswochen nun endlich losgeht. Die Schwenninger Zuschauer bekommen mit dem Gastspiel der Kirchheimer den ersten sportlichen Leckerbissen vorgesetzt. Vor einigen Jahren lieferten sich die Schwenninger mit dem damaligen VfL Kirchheim in der Regionalliga viele spannende Duelle.

Dies ist zwar längst Geschichte, doch an diesem Samstag gehen beide Trainer – Alen Velcic und Mauricio Parra – davon aus, dass es wieder ein sehr enges Spiel wird. "Wir wollen in den 40 Minuten immer auf unserem Kurs bleiben, dann haben wir unsere Chancen", hat Alen Velcic die Kirchheimer per Video in den vergangenen Tagen ausführlich analysiert. "Wir treffen auf ein erfahrenes Kirchheimer Team. Sie haben auf allen Positionen viel Qualität. Aber wir sind sehr gut vorbereitet", so der Panthers-Coach. Alle Spieler sind fit. Es ist davon auszugehen, dass die Gastgeber sehr viel rotieren werden.

Neuformierte Knights

Kirchheims Trainer Mauricio Parra geht davon aus, "dass beide Mannschaften beim Saisonstart eine gewisse Nervorsität an den Tag legen. Wer sich als erstes von dieser befreien kann, wird im weiteren Spielverlauf Vorteile haben", ist er überzeugt. Der Spanier erwartet ein "hart spielendes" Schwenninger Team. "Es wird wichtig sein, dass wir das Tempo diktieren."

Nach dem zwölften Platz in der Vorsaison wurde der Kader in Kirchheim neu gestaltet. Zehn Spieler gingen. Erhalten blieb den Knights aber US-Center Keith Rendleman sowie die "deutsche Achse" mit Tim Koch, Andreas Kronhardt, Andreas Nicklaus und Kevin Wohlrath. Neu verpflichtet wurde ein US-Trio mit anspruchsvollem Profil um Aufbauspieler Jalan McCloud, Top-Schütze Erik Durham und Mitch Hahn, der eine moderne Forward-Rolle interpretiert. Aus Elchingen und Ulm kamen mit Brian Butler und Till Pape zwei deutsche Spieler mit Perspektiven. Das klare Saisonziel der Knights: Qualifikation für die Playoffs.

Der Gegner

Kirchheim Knights

Anfang 2000 gab es spannende Duelle zwischen den wiha Panthers Schwenningen und Kirchheim in der Regionalliga. Damals spielten die Basketballer in Kirchheim noch unter dem Dach des Großvereins VfL. Im Jahr 2006 wurde mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga die Basketball-Abteilung ausgegliedert und mit dem Namen »Knights« ausgestattet. Die Ursprünge des Basketballs in Kirchheim gehen zurück auf ein Spiel im Jahr 1957, als eine Auswahl der damaligen 7. US-Armee und der Turnerschaft Göppingen vor 1000 Zuschauern ein Einlagespiel absolvierten. Aus diesem Erlebnis entwickelte sich beim VfL Kirchheim eine Basketball-Abteilung. 1965 schaffen die Kirchheimer den Aufstieg in die Verbandsliga. Nach dem Aufstieg 2006 in die damalige 2. Bundesliga gelang zwei Jahre später über die neugegründete ProB den Kirchheimern der Sprung in die ProA.

In ihrer ersten Saison in der ProA schafften die Knights unter Trainer Branislav Ignjatovic auf Anhieb einen guten fünften Rang. Im Jahr 2012 erreichte man erstmals den Einzug in die Play-offs. Die Knights sorgten bei ihrer Premiere gleich für einen Coup, unterlagen erst knapp in der Finalserie dem MBC Weißenfels. In der Saison 2012/13 hatten Ignjatovic und Co. Glück, dass ihr formeller Abstieg in die ProB aufgrund des Schwelmer Aufstiegsverzichts nicht Fakt wurde. In den folgenden Spieljahren erreichten die Knights in der ProA stabile Mittelfeldränge. Platz 12 war es dann in der vergangenen Saison.