Balingen

Schritt für Schritt zum Pflegeheim

von Detlef Hauser

Balingen - Weil nun sowohl in Ostdorf als auch in Endingen ein geeignetes Grundstück zur Verfügung steht, gehen die beiden Ortsteile zusammen den nächsten Schritt an. Sie arbeiten mit der Stadtverwaltung eine Ausschreibung aus.

In Endingen hat der Ortschaftsrat schon seit längerem eine Fläche in der "Au" in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kindergarten für seniorengerechtes Wohnen reserviert. Sie befindet sich im städtischen Besitz. Nun hat sich in Ostdorf der Ortschaftsrat darauf geeinigt, einen Teil des Festplatzes in der Uhlandstraße zur Verfügung zu stellen. "In den vergangenen zehn Jahren hat dort keine Veranstaltung mehr stattgefunden", erklärt Ortsvorsteher Helmut Haug auf unsere Nachfrage hin. "Die Fläche wurde zwar einmal im Jahr als Campingplatz für Teilnehmer des Handball-Berolino-Cups genutzt, doch dafür gibt es sicher eine Alternative, sollte es mit einem Pflegeheim klappen", so Haug weiter.

Beide Ortsteile gehen nun daran, eine Ausschreibung zu formulieren und an potenzielle Träger, Investoren und Projektentwickler zu senden. "Der Inhalt orientiert sich zum einen an der Pflegekonzeption der Stadt Balingen und zum anderen am Bedarf in den Ortsteilen", sagt Endingens Ortsvorsteher Thomas Meitza. Neben der Zahl der Pflegeplätze geht es unter anderem auch um Betreutes Wohnen. Unterschiedliche Formulierungen könnte es bei den Kurzzeitpflegeplätzen geben. Im Gegensatz zu Endingen gibt es in Ostdorf bereits eine Einrichtung, die diese anbietet.

Diese ersten Schritte hin zu einem Pflegeheim sind in Weilstetten schon lange passé. "In Kürze soll der Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet werden", freut sich Ortsvorsteher Wolfgang Schneider über die Fortschritte. Die Fläche, die das Servicehaus Sonnenhalde mit Sitz in Engstingen nutzen will, liegt neben dem Hallenbad. Laut Schneider hat es noch einmal Verzögerungen gegeben, weil der Bauträger gewechselt wurde. Er geht aber davon aus, dass es nun nicht mehr lange dauert, bis die Bauarbeiten beginnen. Die Pläne für das Pflegeheim wurden bereits in den entsprechenden Gremien beraten, so dass die Baugenehmigung, die jetzt noch fehlt, kein Problem sein dürfte, ist sich der Ortsvorsteher sicher.

Diese Entwicklungsstand ist in Engstlatt noch in weiter Ferne. Nach dem Aus für das Pflegeheim Gerhard-Rehm-Haus – Betreiberin Nadia Hoss soll Heimleiterin des künftigen Weilstetter Pflegeheims werden – wurde bereits ein Standort für ein neues Pflegeheim ins Auge gefasst, wie Ortsvorsteher Klaus Jetter schildert. Doch man sei wieder davon abgekommen, da die Möglichkeit bestand, dass sich im bisherigen Pflegeheim doch wieder etwas tut. "Es gibt aber nichts Konkretes", sagt Jetter. Er bedauert, dass es in Sachen Pflegeheim nicht vorwärts geht. "In Engstlatt wird eines benötigt", hält er fest, weshalb er nicht nachlassen will, eines im Ortsteil zu etablieren.