Balingen

Real: Türen auf für die neue Markthalle

von Steffen Maier

Balingen - Nach fast einjähriger Schließung und rund sieben Monaten Bauzeit ist es nächste Woche so weit: Die neue Markthalle Balingen von Real öffnet am Donnerstag, 25. Juli, ihre Türen im Balinger Gewerbegebiet Gehrn. Mit dem Umbau hat sich in dem Markt einiges verändert.

Die entscheidendste Änderung dabei: Es gibt nur noch ein Gebäude. Unterhielt Real bis Sommer 2018 an der Langen Straße zwei Märkte – einen für Lebensmittel und einen für den sogenannten Non-Food-Bereich –, so ist künftig alles unter einem Dach auf rund 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Neu ist auch das Konzept der Markthalle, wie Real es etwa in Krefeld und Braunschweig bereits verwirklicht hat: Dazu gehört neben großzügigen Frischetheken auch die hauseigene Gastonomie mit offenem Küchen- und Grillbereich, wo man sich regionale Spezialitäten nicht nur schmecken, sondern etwa auch sein Schnitzel frisch zubereiten lassen kann. Neu angelegt und vergrößert wurde zudem der Parkplatz: Auf 225 XL-Plätzen können Kunden dort künftig parken.

Zusätzlich 48 Mitarbeiter eingestellt

Während der gesamten Umbauzeit, in der das Gebäude nach den aktuellsten technischen und energetischen Kriterien ertüchtigt wurde, wurden alle Mitarbeiter der früheren Real-Märkte bei vollen Bezügen freigestellt. Das eingespielte Team wird nun in der Markthalle Balingen gemeinsam weiter arbeiten. Um die erweiterten Öffnungszeiten abzudecken, wurden zusätzliche 48 Mitarbeiter neu angestellt – darunter Köche für den Gastronomiebereich.

Real ist Mieterin des Gebäudes; Eigentümerin ist die Immobiliengesellschaft FSP mit dem Geschäftsführer Joachim Feyrer. Den Umbau und die Sanierung des urpsprünglichen Gebäudes hatte FSP bereits längere Zeit im Blick; die Stadt wollte mit einem Bebauungsplan ab Januar 2017 den Weg dafür sowie für die Zusammenlegung der beiden Real-Märkte freimachen.

Bis zur Baugenehmigung sollte es allerdings bis Oktober 2018 dauern: Konkurrent Edeka, der sich das Gebäude des früheren Real-Lebensmittelmarkts gesichert hatte, wollte die Verlagerung und damit die Weiterführung des Lebensmittelangebots von Real im Gewerbegebiet Gehrn mit allen Mitteln verhindern. Erst eine Prüfung und die Entscheidung durch das baden-württembergische Wirtschaftsministerium unter der Führung von Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) brachte eine Lösung.

Die Handelsunternehmen sind künftig beide im Gewerbegebiet Gehrn angesiedelt, von einem Markt zum anderen ist es künftig nur ein Katzensprung. Real hat indes baulich die Nase vorn: Während die Markthalle nun unmittelbar vor der Eröffnung steht, wird auf der anderen Seite der Langen Straße für den Edeka-Neubau noch kräftig gearbeitet.