Balingen

Jugendhaus: weitere Weiche gestellt

von Steffen Maier undWolf-Ulrich Schnurr

Für ein zentrales Projekt der Gartenschau im Jahr 2023 stellt der Balinger Gemeinderat nun weitere Weichen. Das Areal in den Eyach-Auen, wo das neue Jugendhaus sowie der Aktivpark errichtet werden sollen, soll Teil des innerstädtischen Sanierungs­gebiets werden.

Balingen. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat am Mittwochabend die vorgeschlagene Erweiterung des Sanierungsgebiets grundsätzlich gebilligt. Dadurch­ wird eine Förderung von Seiten des Wirtschaftsministeriums möglich. Endgültig über die Erweiterung des Sanierungsgebiets Innenstadt um das Areal an der Hindenburgstraße, Teile der Eyach-Auen, wo der Aktivpark entstehen soll, sowie die Karlstraße als Verbindung zum Bahnhof entscheiden soll der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag, 26. September.

Für den Neubau des Jugendhauses hatte die Stadt bereits im März Frühjahr bereits finanzielle Unterstützung in Höhe von 526 000 Euro im Rahmen des Förderprogramms Soziale Integration im Quartier zugesagt bekommen (wir berichteten). Voraussetzung dafür, dass das Geld tatsächlich kommt, ist, dass das Vorhaben in einem sogenannten Gebiet der städtebaulichen Erneuerung liegt.

Das innerstädtische Sanierungsgebiet setzt sich bisher aus den Bereichen Wilhelmstraße/Hinterer Kirchplatz, Vor dem Mühltor/Strasserareal, Rappenturm/Schwefelbad sowie Bahnhofstraße zusammen. Für Vorhaben dort stehen derzeit 1,4 Millionen Euro an Finanzhilfen zur Verfügung

Durch die Erweiterung des Sanierungsgebiets um den Bereich Jugendhaus/Aktivpark wird sich die Fördersumme aller Voraussicht nach erhöhen, sprich: Die Stadtkasse wird bei diesem zentralen Projekt der Gartenschau über den bereits zugesagten Zuschuss hinaus weiter entlastet. Bis 31. Oktober soll und muss ein erster Aufstockungsantrag beim Tübinger Regierungspräsidium eingereicht werden.

Für den Neubau des Jugendhauses sind zwischenzeitlich auch weitere wesentliche Voraussetzungen geschaffen worden: Die Stadt Balingen hat den Kauf des Grundstücks an der Hindenburgstraße, wo dieses anstelle der jetzigen DRK-Garagen gebaut werden soll, in die Wege geleitet; im Gegenzug erhält das DRK für einen Neubau ein Grundstück im Gewerbegebiet Bangraben, direkt neben dem Wertstoffzentrum des Landkreises.

Zwischen Hindenburgstraße und Eyach könnte möglicherweise auch das neue Stadtarchiv gebaut werden. Baudezernent Michael Wagner rechnet mit ein bis 1,2 Millionen Euro Baukosten. Bis zu 30 Prozent der tatsächlichen Summe könnten aus Fördermitteln kommen.