Balingen

14.000 DRK-Einsätze in einem Jahr

von Schwarzwälder-Bote

Balingen - Der 11. Februar ist der Tag des Notrufs. Nach Angaben des DRK-Kreisverbands wird die 112 immer häufiger gewählt. Im vergangenen Jahr verzeichnete das DRK im Zollernalbkreis mehr als 14.000 Einsätze der Rettungswagen, und mehr als 4000-mal war der Notarzt unterwegs. Auch über das Notfallfax könne Hilfe angefordert werden.

Der 11. Februar gilt übrigens europaweit als "Tag des Notrufs". Über die 112 können in allen EU-Staaten sowohl von Festnetzanschlüssen als auch von Mobiltelefonen (mit SIM-Karte) kostenlos Notrufe abgesetzt werden. Mobilfunknutzer in Deutschland können sogar dann einen Notruf absetzen, wenn das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist. In diesem Fall erfolgt der Notruf automatisch über ein fremdes verfügbares Mobilfunknetz.

"Wir helfen schnell und qualifiziert"

Wer im Zollernalbkreis die 112 wählt, wird automatisch mit der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst verbunden. Das Rote Kreuz setzt im Landkreis von drei Rettungswachen aus sechs Rettungswagen (RTW) und drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) ein und ist damit für den Rettungsdienst im Landkreis zuständig. Zusätzlich kann die Leitstelle auf den Facharzt Werner Pieper für Einsätze im Raum Haigerloch zurückgreifen.

"Wir helfen schnell und qualifiziert", versichert DRK-Geschäftsführerin Carmen Merz anlässlich des Tags des Notrufs. "Deshalb freuen wir uns, dass wir es erreicht haben, für die Menschen im Landkreis über den Notruf zuverlässig und schnell erreichbar zu sein." Ziel sei es dabei auch, den Rettungsdienst stetig zu verbessern.

Neben DRK und Notarzt alarmierten die Disponenten der Integrierten Leitstelle auch mehr als 2000-mal die Feuerwehren. Damit waren die Freiwilligen Feuerwehren im Zollernalbkreis im vergangenen Jahr stark gefordert.

Das größte Brandereignis war der Großbrand bei der Firma Volz in Frommern am 10. September vergangenen Jahres. Bei dem verheerenden Hochwasser Anfang Juni seien besonders viele Einsätze verzeichnet worden. Dabei waren alle Feuerwehren des Kreises gefordert.

Die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren, die es in fast allen Stadt- und Ortsteilen im Landkreis gibt, stellen nach Angaben von Kreisbrandmeister Stefan Hermann eine flächendeckende Präsenz zum Schutz der Bevölkerung sicher.

Vor allem bei Großschadenlagen zahle sich dies aus. Nach dem Hagelunwetter im August seien auch Einheiten der Feuerwehren aus dem Zollernalbkreis zur Unterstützung nach Reutlingen entsandt worden.

Im vergangenen Jahr wurden die Feuerwehren im Zollernalbkreis zu 233 Brandeinsätzen angefordert. Zusätzlich mussten sie 1568-mal technische Hilfe leisten. In diese Kategorie fallen beispielsweise Rettungseinsätze nach Verkehrsunfällen oder auch die Hilfe bei Unwettern und Hochwassern.

"Wir sind stolz, dass die Freiwilligen Feuerwehren im Zollernalbkreis im Jahr 2013 bei Bränden 27 Menschen vor dem Feuer retten konnten", betont der Kreisbrandmeister. Nach Verkehrsunfällen und Arbeitsunfällen seien zudem 81 Menschen aus Notlagen gerettet worden. Außerdem seien von den Feuerwehren im vergangenen Jahr auch 18 Tiere aus Notlagen befreit worden.

Bei all diesen Einsätzen arbeiten Feuerwehr und Rettungsdienst Hand in Hand. Die Aufgabe von Feuerwehr und DRK sei es, Menschen aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit zu bringen und noch an Ort und Stelle die notwendigen Rettungsmaßnahmen zu treffen.