Baden-Württemberg

Agrarminister stellt Maßnahmen gegen Schweinepest vor

von (dpa/lsw)

Stuttgart - Um ein Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest nach Baden-Württemberg zu verhindern, will Agrarminister Peter Hauk (CDU) in diesem Jahr bis zu 100 000 Wildschweine schießen lassen. "Damit wäre ich zufrieden", sagte er am Freitag bei der Präsentation eines 12-Punkte-Plans gegen ein Ausbreiten der für Menschen ungefährlichen Krankheit. In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben des Ministeriums stets 50 000 bis 70 000 Tiere geschossen.

Ein Einschleppen der Schweinepest aus Osteuropa könne dramatische, wirtschaftliche Folgen für Schweinebetriebe im Land haben, hieß es. Um mehr Wildschweine erlegen zu können, dürfen die Jäger in diesem Jahr auch im März und April jagen, Fallen aufstellen und Nachtsichtgeräte einsetzen. Das Land startet eine Infokampagne und will die Jäger auch bei der Vermarktung des Fleisches unterstützen. Das grün-schwarze Kabinett hat Hauks Paket bereits gebilligt. Drei Millionen Euro zusätzliche Mittel stehen für 2018 bereit.