Bad Wildbad

Ein weiterer Einblick

von Schwarzwälder-Bote

Bad Wildbad (cht). Zum zweiten Mal weilten 16 angehende Pädagogen aus Baschkortostan in der Bad Wildbader Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, um hier einen weiteren Einblick in das Schulsystem von Baden-Württemberg zu bekommen.

Seit 30. Januar sind die jungen Leute in Deutschland. Zuerst waren sie in Überlingen zum Gedenken an die im Juli 2002 beim Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Jugendlichen aus Baschkortostan. Seit einigen Tagen sind sie nun im Stuttgarter Raum, machten dort einen Besuch im Landtag, waren dann jeweils einen Tag an der Georg-Kerschensteiner-Schule in Mühlacker sowie an der Goetheschule mit waldorf-pädagogischem Profil in Pforzheim.

In der Landesakademie wurden die jungen Leute von Gerdi Sobek-Beuter (Stuttgart) begleitet, welche seit Jahren die vielseitigen Beziehungen zu Baschkortostan pflegt, und von der bestens Deutsch sprechenden Studienleiterin Venera Farganova. Sie weilte bereits im vergangenen Jahr mit jungen Leuten aus Baschkortostan in Bad Wildbad. Inzwischen gibt es zahlreiche Verbindungen auf deutsch-russischer Ebene zwischen Baden-Württemberg und Baschkortostan, sowohl auf pädagogischer und kultureller als auch auf persönlicher Ebene, was auch mit dem Deutsch-Russischen Jahr der Bildung 2011/2012 zusammenhängt.

Akademiereferentin Sigrid Licht stellte in perfektem Russisch die Einrichtung des Landes zur Lehrerfortbildung vor, wobei die Besucher sehr erstaunt waren, dass diese allen Lehrkräften offen stehenden Fortbildungsmöglichkeiten kostenlos sind. Damit die anwesenden deutschen Gäste ein bisschen über die autonome russische Teilrepublik Baschkortostan erfuhren, stellten die zwei Jungpädagoginnen Julia Shirova und Olga Yesimova ihr Land in Wort und Bild vor.

Ein nach dem Mittagessen vorgesehener Rundgang durch Bad Wildbad fiel der eisigen Temperatur zum Opfer. Dafür hatten die russischen Gäste die Möglichkeit deutsche in der Akademie aufliegende Schulbücher zu betrachten oder einen Rundgang durch die Ausstellung der Holzschnitte von Hansjörg Noe zu machen.