Do, 17.04.2014

Bad Wildbad

Drei Überraschungen parat

von Schwarzwälder-Bote

Bad Wildbad (rz). Am Wochenende hat der Musikverein Wildbad sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Höhepunkte waren das Jubiläumskonzert am Samstag- ­abend und gestern der ökumenische Gottesdienst sowie der Festumzug.Drei Überraschungen gab es beim fast dreieinhalbstündigen Jubiläumskonzert in der Trinkhalle. Zum Ersten den Auftritt der mit Aktiven aus vergangenen Jahren verstärkten Kapelle unter der Leitung des langjährigen ehemaligen Dirigenten Fritz Keßler, zum Zweiten die Präsentation der von Nora Zöhrens speziell für die Stadtkapelle Wildbad konzipierten musikalischen Choreografie zu "Party-Rock Anthem" und zum Dritten die Auszeichnung des langjährigen und verdienten Musikverein-Geschäftsführers Helmut Bürkle mit der von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehenen Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

"Ein kleines bisschen Zeit müssen Sie mir noch zugestehen, denn ich habe noch eine Überraschung", bat Bürgermeister Klaus Mack am Samstagabend die etwa 700 Besucher in der Trinkhalle, als er von seiner Ansprache zur Ehrung überleitete und Helmut Bürkle zu sich kommen ließ. Begeistert skandiert von den Aktiven auf der Bühne mit den Rufen "Helmut, Helmut!". "Sie sind ein wichtiger Mensch, ein wichtiger Multiplikator und ein unermüdlicher Schaffer – wie man im Schwäbischen sagt", zeichnete das Stadtoberhaupt ein Bild von Helmut Bürkle als Geschäftsführer sowie als ideenreiches und engagiertes Vereinsmitglied. "Sie haben nicht nur Ihren Verein, sondern stets die ganze Stadt im Blick. Sie koordinieren, Sie führen Menschen zusammen, Sie bilden Netzwerke immer mit demselben Ziel: etwas für die Stadt zu bewegen", beschrieb Klaus Mack das engagierte 26-jährige Wirken von Helmut Bürkle als früheres Mitglied des Verwaltungsrates und als langjähriger Geschäftsführer des Musikvereins. Dieser bedankte sich für die hohe Auszeichnung mit herzlichen Worten. "Es gibt nichts Schöneres, als das, was hinter mir steht", führte Helmut Bürkle im Blick auf die Aktiven auf der Bühne aus und fügte an: "Was wäre das Leben ohne Musik?" Er freute sich über das gute Einvernehmen in den Reihen des Musikvereins und im Verhältnis zur Stadt Bad Wildbad und dankte dafür.

Die zweite Überraschung kündigte sich an, als sich zusätzlich zu den mehr als 50 Aktiven auf der Bühne noch eine zweistellige Zahl von Musikern mit ihren Instrumenten vor der Bühne einfand: Es waren "Ehemalige" aus Bad Wildbad und solche, die zum Jubiläum sogar vom Norden der Republik und aus dem österreichischen Innsbruck angereist waren, um beim Vereinsjubiläum mit dabei zu sein. Aber nicht genug damit: Stadtmusikdirektor Martin Koch, unter dessen Leitung das Jubiläumskonzert stand, bat den ehemaligen Dirigenten Fritz Keßler (1974 bis 1993) auf die Bühne, um den Marsch "Textilaku" und die Polka "Slavonica" zu dirigieren. Gefolgt von „Copacabana" unter seiner Leitung und quittiert mit starkem Beifall der Konzertbesucher.

Viel Raum brauchten die Aktiven, als die von Nora Zöhrens auf die Stadtkapelle zugeschnittene Choreografie von "Party-Rock Anthem" als dritte Überraschung Bewegung in die Reihen der Musiker brachte.

Über den weiteren Verlauf des Jubiläumskonzertes wird noch berichten.


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