Bad Wildbad

Aichelberg: Sanierung der Ortsdurchfahrt beginnt

von Bernd Mutschler

Bad Wildbad - Mit dem offiziellen Spatenstich begannen jetzt die Arbeiten zur Sanierung der Ortsdurchfahrt im Bad Wildbader Stadtteil Aichelberg. Nach einer "langen Vorgeschichte" freute sich Bürgermeister Klaus Mack, dass die Arbeiten nun endlich beginnen.

Mehr als zehn Jahre habe man um Zuschüsse gekämpft, so Mack weiter – mehrfache Besuche des Landtagsabgeordneten Thomas Blenke und zwei Bereisungen des Kreistags inklusive. In einem "letzten großen Gespräch" mit Verkehrsminister Winfried Hermann, Landrat Helmut Riegger und Thomas Blenke konnte dann eine Einigung erzielt werden. Nachdem man zehn Jahre für diese Maßnahme gekämpft habe, musste dann "alles schnell gehen", so Mack weiter. So hätten die Planungen aktualisiert werden müssen, weshalb sich auch die Grundstücksverhandlungen verzögert hätten.

Vermutlich sei die Straße in den 1970er-Jahren das letzte Mal ausgebaut worden und jeder der durchfahre, sehe das auch, sagte der Bürgermeister. Deshalb sei klar gewesen, dass "wir etwas tun müssen". Wichtig sei auch die Verkehrssicherheit, vor allem für die Schulkinder, die bislang auf der Straße zum Schulbus laufen mussten. Im Zuge der Baumaßnahmen werde nun auch ein Gehweg gebaut. Neben der Kanalisation werden auch Leerrohre für die kommende Breitbandverkabelung verlegt, auch die Oberlandleitung der EnBW wird unter die Erde gebracht.

"Ich freue mich, dass es endlich losgeht", sagte Jörg Repple, Abteilungsleiter Straßenbau beim Landkreis Calw. Der Kreis kämpfe schon lange für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Bei den Arbeiten würde die Straße komplett erneuert. Auf einer Höhe von 60 Zentimetern entstehe alles neu, vom Unterbau bis zur Asphaltdeckschicht.

Kosten von 6,2 Millionen

Insgesamt kostet die Sanierung der Ortsdurchfahrt rund 6,2 Millionen Euro und wird etwa drei Jahre dauern. Im ersten Bauabschnitt werden Tiefbauarbeiten gemacht, zum Beispiel die Kanalrohre verlegt. Über den Winter ruht die Baustelle und soll so winterfest gemacht werden, dass die Straße auch für den Räumdienst befahrbar ist. Die ausführende Baufirma rechnet damit, dass der erste Bauabschnitt Mitte nächsten Jahres abgeschlossen ist, der zweit Abschnitt soll sich daran nahtlos anschließen.