Bad Rippoldsau-Schapbach

Douglasie überzeugt Waldbesitzer

von Schwarzwälder Bote

Um Bürgerenergiegenossenschaften und die Douglasie ging es bei einer Bildungsfahrt der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Bad Rippoldsau-Schapbach.

Bad Rippoldsau-Schapbach (w). Mit dem Bus ging es zuerst nach St. Peter. Dort wurden die Teilnehmer von Markus Bohnert, Geschäftsführer der Genossenschaft Bürger Energie St. Peter, begrüßt. In einem Vortrag erklärte er, welche Voraussetzungen es brauche, um ein sogenanntes Bioenergiedorf wie St. Peter zu werden.

Neben der Windkraft und den Solaranlagen stehe besonders das Biomassenheizkraftwerk mit der Produktion von Strom und Fernwärme aus Holz im Vordergrund. Mit der Planung wurde im Jahr 2008 begonnen. Im Jahr 2010 wurde das Fernwärmenetz im Ort verlegt und die Anlage anschließend in Betrieb genommen. Die Wärmeabnehmer seien auch gleichzeitig an der Genossenschaft beteiligt. Die Bürger Energie erziele keinen Gewinn und stelle die Wärme seinen Abnehmern zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Heute würden immer noch Bürger, die zu Beginn skeptisch waren, ihre Häuser nachträglich ans Wärmenetz anschließen.

Nach dem Vortrag besichtigten die 25 Ausflügler, darunter vier Frauen, das Blockheizkraftwerk. Im Anschluss beantwortete Bohnert viele Fragen zur Genossenschaft.

Nach dem Mittagessen gab es ein Wiedersehen mit Ulrich Hayn, dem Leiter des Forstbezirks Kirchzarten. Hayn war von 2003 bis 2009 als Gebietsleiter für Bad Rippoldsau-Schapbach zuständig. Auf der Fahrt nach Freiburg berichtete Hayn über die Waldbesitzerstrukturen in seinem Forstbezirk. Auf dem dortigen Rossberg erläuterte Hayn an drei Stationen anhand von verschiedenen Waldbildern die Bewirtschaftung mit der Douglasie. Dabei ging es auch um den Zuwachs und den finanziellen Erlös der Douglasie im Vergleich zu anderen Nadel- und Laubbaumarten. Ein Vorteil dieser Baumart sei, dass sie trockene Sommer besser vertrage als etwa die Fichte.