Bad Rippoldsau-Schapbach

Asphaltierter Parkplatz und eine Tankstelle für E-Autos

von Schwarzwälder Bote

Bad Rippoldsau-Schapbach (eve). Einstimmig hat der Gemeinderat Bad Rippoldsau-Schapbach in der jüngsten Sitzung den Teilausbau des Parkplatzes beim Wolf- und Bärenpark in Auftrag gegeben. Die Arbeiten kosten rund 35 000 Euro netto und werden von der Firma Armbruster Erdbau und Transporte aus der Gemeinde vorgenommen.

Die Zeit drängt, denn dort soll auch eine E-Tankstelle errichtet werden und die Zuschüsse dafür laufen Ende Juni aus. Die Baumaßnahmen betreffen das Ausbaggern des zu arrondierenden Geländes und das Verlegen von Dolen. Zur Sicherung der Böschung werden Sandsteine aus dem Gemeindewald verwendet. Danach wird die E-Zapfsäule installiert.

Schild wirbt für touristische Höhepunkte

"Wir benutzen Leerrohre vom Kassenhaus aus, die dann bis zur Trafostation erweitert werden", erläuterte Bürgermeister Bernhard Waidele. Der Strom werde ebenfalls vom Park bezogen und mit dem E-Werk abgerechnet.

Außerdem soll auf dem Areal ein großes Schild für die touristischen Höhepunkte im Tal werben und die Einfahrt zur Bushaltestelle verbessert werden. Bevor der Rat den Beschluss zur Vergabe fasste, nahm Waidele zu früheren Diskussionen über den Standort der E-Tankstelle Stellung. Auch Schwimmbad und Multifunktionshaus seien in Betracht gezogen worden, doch spreche die Besucherzahl von 85 000 – bei steigender Tendenz – für die Ansiedlung beim Bärenpark.

Während der Bauzeit wird der Zugang für etwa zehn Tage eingeschränkt sein, sagte Waidele auf Nachfrage von CDU-Gemeinderat Kurt Schmieder. Fraktionskollegin Beate Belz erkundigte sich nach der Finanzierung. Hauptamtsleiter Klemens Walter teilte mit, dass 15 000 Euro dafür im Haushalt eingestellt wurden und die Co-Finanzierung sich aus der Spende der Katzstiftung in Höhe von 20 000 Euro und dem Festerlös des Bärenparks sowie Erlösen aus Holzverkauf zusammensetzt.

Ramon Kara kritisiert Verfahrensweise

In der gleichen Sitzung wurde auch die Vergabe von Bauarbeiten in der Holderbachstraße vergeben, die ebenfalls an die Firma Armbruster ging. Bei allem Verständnis für den Zeitdruck gefalle es ihm nicht, dass beide Vergaben an die gleiche Firma gingen, beanstandete Ramon Kara (FWV). "Wir haben mehr als eine Baufirma am Ort und wir sollten zukünftig deutlich darauf achten", mahnte Kara die freie Vergabe an.

In der Holdersbachstraße wird für rund 3000 Euro eine abschüssige Vertiefung des Straßenkörpers ausgeglichen. Die Maßnahme wurde bereits in der Bürgerfrageviertelstunde angesprochen. Die Straße würde an Breite verlieren, was gefährlich sei für den Langholztransport, befürchtete ein Bürger. Die Breite bleibe weitgehend erhalten, sagte Waidele, wenn auch nicht gerade üppig. Franz Günter (FWV) meinte, dass die Schäden durch überladenen Schwerlastverkehr entstanden sind.