Bad Liebenzell

In 17 Jahren Umsatz der Diakoniestation mehr als verdoppelt

von Wolfram Eitel

Bad Liebenzell. Im feierlichen Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der Stadtkirche St. Blasius verabschiedete die Bad Liebenzeller Diakoniestation ihre Geschäftsführerin Cornelia Sebold und die Pflegedienstleiterin Dorothea Fenchel. Gleichzeitig stellten sich die neue Geschäftsführerin Katrin Friedrich und die neue Pflegedienstleiterin Heike Zenglein vor.

Wenngleich Abschied nach langjähriger Zusammenarbeit im karitativen Dienst am Nächsten auch manch wehmütige Erinnerung auslöst, erhielt der Gottesdienst in der voll besetzten Kirche eine eher freudige und festliche Note. Und Überraschungen waren auch dabei. So zum Beispiel, als zu Beginn mehr als 20 Diakonie-Mitarbeiterinnen mit dem gelungenen Liedvortrag "Gut, dass wir uns haben" ausgeprägten Gemeinschaftssinn bewiesen. Überraschend auch, dass mit dem gastgebenden Pfarrer Dieter Lohrmann, mit Diakon Bertram Bolz von der katholischen Kirchengemeinde, mit dem Unterreichenbacher Pfarrer Thomas Burkard und mit dem Möttlinger Pfarrer Matthias Meisenbacher gleich ein vierköpfiges Team von Geistlichen den Gottesdienst gestaltete.

Auf sicherem Fundament

Die Zeiten waren nicht immer einfach. So berichtete die scheidende Geschäftsführerin der Diakoniestation, Cornelia Sebold, dass es vor 17 Jahren mit den Finanzen so schlecht stand, dass man die Löhne nicht pünktlich auszahlen konnte. Der Umsatz habe sich zwischenzeitlich jedoch von 600 000 Euro auf 1,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt, sodass die Diakoniestelle wirtschaftlich auf sicherem Fundament steht.

Dorothea Fenchel berichtet von umfangreichen und anspruchsvollen Hilfsmaßnahmen für ihre 87 Patienten, von denen die meisten so lange wie möglich im eigenen Heim verbleiben wollen. Auch ihre Nachfolgerin Heike Zenglein ist schon seit 1990 dabei. Permanent habe sich Neues ergeben. Langeweile sei nie aufgekommen. Dies wird auch so bleiben. Die neue Leiterin Katrin Friedrichs, sowohl in der Pflege als auch betriebswirtschaftlich versiert, will Arbeitsvorgänge verstärkt digitalisieren.