Bad Liebenzell

Digitalisierung macht auch vor Diakoniestation nicht halt

von Schwarzwälder Bote

Bad Liebenzell. Mit dem Wechsel der Führungsspitze wird die Diakoniestation in Bad Liebenzell seit Beginn des Jahres umstrukturiert.

1896 stellte die Stuttgarter Diakonissenanstalt Bad Liebenzell die erste Krankenschwester unentgeltlich zur Verfügung. Der Krankenpflegeverein Bad Liebenzell gründete sich im Jahre 1912 mit dem Anliegen, eine Krankenschwesterstation einzurichten, zu erhalten und zu finanzieren.

1976 konnte die erste Modellstation Baden-Württembergs ihre Arbeit für Bad Liebenzell und Unterreichenbach aufnehmen. Sie erhielt den Namen "Zentrale Diakoniestation".

Seit damals hat sich viel verändert. Mittlerweile zählt die Station 28 Alten-, Gesundheits- und Krankenpfleger, 36 Nachbarschaftshelfer, vier Ehrenamtliche sowie zurzeit rund 200 Patienten. Um dies zu managen, ist eine moderne Struktur und Technik unerlässlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Diakoniestation Bad Liebenzell.

Die einstige, aus einer unentgeltlich zur Verfügung gestellten Krankenschwester bestehende Station, hat sich zu einem gemeinnützigen wirtschaftlichen Betrieb gewandelt. Er steht den Liebenzeller und Unterreichenbacher Bürgern in Krankheit, körperlicher oder geistiger Einschränkung zur Seite, um den Verbleib in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Kooperativer Führungsstil

Trotz Modernisierung soll auf die Besonderheit und die Tradition der Diakoniestation Bad Liebenzell aufmerksam gemacht werden. Die Umstrukturierung beinhaltet den kooperativen und demokratischen Führungsstil, eine neue Fahrzeugflotte, die Sanierung der Stationsräumlichkeiten, neue Hardware und die Digitalisierung im Arbeitsalltag der Mitarbeiter in Form einer neuen Software.

Außerdem hat die Diakoniestation Bad Liebenzell ein neues Logo, das auf der neuen Fahrzeugflotte zu sehen ist. Ziel war es, ein einfaches, schnell zu erkennendes, die Tradition symbolisierendes Motiv zu gestalten. Das blaue Kronenkreuz verdeutlicht die diakonischen Werte mit ihrer langen Tradition. Bis heute wird das Kronenkreuz als Zeichen der Ermutigung für die Mitarbeiter in der Diakonie gesehen.

Der Kreis ist das Symbol für Einheit, das Absolute, das Göttliche und damit ein Zeichen für die Unendlichkeit. Ebenso bringt er den neuen Slogan "Rundum gut versorgt" zum Ausdruck.