Bad Herrenalb

Stadt verkauft attraktive Grundstücke

von Bernd Mutschler

Bad Herrenalb - Die Stadt Bad Herrenalb will sich von mehreren Grundstücken trennen. Der Verwaltungsausschuss beriet über die Verkaufsexposés für die Kurpromenade 9 und das sogenannte "Lacher-Carrée".

Kämmerin Sabine Zenker stellte die Exposés vor. Dazu gebe es strategische Überlegungen, wo es mit den Baulücken hingehen soll – im Einklang mit dem Stadtentwicklungsprogramm 2030. Hierbei soll die Frage gestellt werde, ob die Stadt das Grundstück für die Erfüllung der Pflichtaufgaben benötige oder nicht. Beide vorgestellten Areale würden nicht benötigt, deshalb sollen sie veräußert werden.

Man habe versucht, ein Exposé zusammenzustellen, "ohne die Kreativität eines Investors einzuschränken", sagte Zenker. Man wolle kein zu enges Korsett schnüren. Dennoch habe die Stadtverwaltung klare Vorstellungen, welche Gebäude und Nutzungen sie an den beiden Stellen nicht haben möchte. So sollen kein Spielcasino, keine Spielhalle oder Tankstelle, kein produzierendes Gewerbe oder religiösen Versammlungsstätten entstehen. Außerdem müssten sich die Neubauten städtebaulich einfügen.

Beide Grundstücke, sowohl Kurpromenade 9, das gemeinsam mit dem dahinter liegenden Grundstück "Hotel Bonsai" im Bernsteinweg 4 vermarktet werden soll, als auch das Lacher-Carrée im Rehteichweg, seien "sehr, sehr attraktiv. Wohnen geht da immer", sagte Zenker.

Beim Grundstück Kurpromenade 9 waren sich Räte und Verwaltung einig, dass es nur gemeinsam mit dem dahinter iegenden und leer stehenden "Hotel Bonsai" angeboten werden soll. Bei diesen Grundstücken gibt es einen erheblichen Höhenunterschied und sie sind abgetrennt durch eine hohe Stützmauer. Allerdings müsse man wissen, so Hansjörg Rappold, dass für die beiden Grundstücke unterschiedliche Bebauungspläne gelten würden. Er regte außerdem an, eventuell eingetragene Dienstbarkeiten und Baulasten streichen zu lassen, "um es anständig zu übergeben". Die beiden Grundstücke liegen zentral mitten im Stadtzentrum, direkt gegenüber dem Kurhaus in der Kurpromenade. Deshalb geht Zenker auch davon aus, den Mindestpreis, den sich die Stadtverwaltung vorstellt, in Höhe von 500.000 Euro für die gemeinsam vermarkteten Grundstücke zu erreichen.

Schöne Aussicht

Ähnlich sieht es die Stadt auch beim "Lacher-Carrée", einem freien Grundstück in zweiter Reihe im Rehteichweg mit einer Größe von 2116 Quadratmetern. Dieses Grundstück sei "sehr interessant gelegen und biete eine sehr schöne Aussicht in Richtung Bahnhof. Auch dieses Areal sei interessant für eine Bebauung. Das Mindestgebot liegt ebenfalls bei 500 000 Euro.

Bei beiden Exposés merkte Rappold an, dass aktuellere Bilder und Lagepläne verwendet werden sollten. So sei bei der Kurpromenade 9 noch ein Pavillon zu sehen, der dort nicht mehr stehe. Es sei wichtig, klar zu machen, dass es sich um unbebaute Grundstücke handle, mit Ausnahme des leer stehenden "Hotel Bonsai".

Vorausgesetzt, die besprochenen Änderungen werden in die Ausarbeitungen eingefügt, beschlossen die Stadträte die Veröffentlichung der Exposés zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Diese sollen nach der endgültigen Fertigstellung an interessierte Investoren verschickt und auch auf Messen präsentiert werden. Die Investoren sollen sich dann mit einem Kaufgebot und einem Nutzungskonzept sowie Planentwürfen für die Grundstücke bewerben. Beim Verkauf soll nicht nur der Preis, sondern auch das Nutzungskonzept eine Rolle spielen.