Bad Herrenalb

Die einzige Fairtrade-Stadt im Landkreis

von Schwarzwälder-Bote

Bad Herrenalb - Die Stadt Bad Herrenalb beteiligt sich an der deutschlandweiten Fairen Woche von 14. bis 27. September. Mit zahlreichen Aktionen untermauert die einzige Fairtrade-Stadt im Landkreis Calw ihr Engagement in Sachen Fairtrade (gerechter Handel), eine Strategie gegen die Armut in Entwicklungsländern.

Die eigens ins Leben gerufene Koordinationsgruppe "Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt. Bad Herrenalb" um Rainer Merkle hat ein Faltblatt herausgegeben, in dem auf die zahlreichen Aktionen in der Fairen Woche hingewiesen wird. Auf dem Programm stehen eine Plakatausstellung zum Thema Armut und Reichtum, ein Vortrag über "Fair einkaufen – aber wie?", ein Aktionstag gegen die Lebensmittelüberversorgung und den Hunger sowie die Vorstellung von drei Projekten der Entwicklungs-Zusammenarbeit, die von Bad Herrenalber Bürgern unterstützt werden.

Die gezeigte Plakatausstellung hat den Titel "Farbe bekennen – Gegen globale Armut" und wird am nächsten Samstag um 15 Uhr im Kurhaus von Bad Herrenalb eröffnet. Zu sehen sind Plakate, die im Rahmen eines Wettbewerbs unter Design-Studenten entstanden sind. Das Thema: Junge Menschen für den Kampf gegen die weltweite Armut mobilisieren. Die Ergebnisse sind provozierend und irritierend. Auf der Vernissage macht Ursula Branscheid–Diebaté afrikanische Musik. Die Ausstellung ist bis zum 27. September täglich von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.

Am 18. September ab 19.30 Uhr werden drei Entwicklungshilfeprojekte vorgestellt, die zu Bad Herrenalb einen persönlichen Bezug haben. Zu Wort kommen Dorothee Stadlmeier, Mitglieder des Vereins Les Amis de Nokara und Mitarbeiter des Weltladens. Die Organisatoren nahmen diese lokalen Projekte der Entwicklungs-Zusammenarbeit ins Programm auf, weil sie wie Fairtrade zum Ziel haben, die Lebenssituation in armen Ländern nachhaltig zu verbessern.

Auf das Zusammenspiel von gleichzeitiger Lebensmittelüberversorgung und Hunger auf der Welt macht der Weltladen am 21. September von 10 bis 16 Uhr aufmerksam. Vor dem Weltladen in der Kurpromenade wird eine Bodenzeitung ausgebreitet. Es ist ein Film zu sehen, und es werden Unterschriften für eine kleinbäuerliche Lebensmittelproduktion gesammelt.

Buchautor Frank Herrmann erklärt am 24. September ab 19 Uhr im Nordsaal des Kurhauses, warum Fairtrade ein Baustein für eine nachhaltige Lebensweise ist. Fair gehandelte Waren garantieren benachteiligten Produzenten in armen Ländern einen angemessenen Lohn und humane Arbeitsbedingungen. Außerdem wird eine ökologische Wirtschaftsweise unterstützt.

Die Faire Woche endet am 27. September mit einem gemeinsamen Fazit ab 17 Uhr im Kurhaus. Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.