Bad-Dürrheim

Wie viele Bäume müssen fallen?

von Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim (wst). Die Berichterstattung des Schwarzwälder Boten in Sachen Irma-Bebauung hat einiges an Rückmeldungen gegeben – vor allem in persönlichen Gesprächen und Telefonaten.

So befürchten einige Bad Dürrheimer – wie auch die IG Pro Bad Dürrheim, dass noch weit mehr Bäume im Hindenburgpark gefällt werden müssen, als bis jetzt genannt, denn die großen Baumkronen, die sich südlich des Neubaus befinden, verschatten die Wohnungen, und so sei es nur eine Frage der Zeit, bis mehr Bäume fallen würden. Auch die alte Kastanie, die am Wegesrand steht, sieht man in Gefahr.

Vertreter alteingesessener Familien und der IG Pro Bad Dürrheim befürchten auch, dass einige, die über den Neubau des Areals entscheiden – sowohl im Gemeinderat als auch an verantwortlicher Stelle im Rathaus – Bad Dürrheim irgendwann verlassen werden und die Einheimischen sozusagen auf unliebsamem Erbe sitzen bleiben. Aufgrund der Promotion des Stadtbaumeisters Holger Kurz fragt man sich vor allem auch bei seiner Person, ob er nach dem Abschluss dieser Arbeit nicht in die freie Wirtschaft wechseln werde, wo er wahrscheinlich mehr verdiene.

Der Gemeinderat muss für die Bürger da sein

Auch die Frage, welche Aufgabe der Gemeinderat habe wird gestellt. So war eine Bad Dürrheimerin, die namentlich nicht genannt werden will, so aufgebracht im persönlichen Gespräch, dass sie sich äußerte: Der Gemeinderat sei für die Bürger da und nicht dafür, dass der Gewinn von Herrn Rebholz und seinem türkischen Investor stimme.

Unfassbar ist auch für das Ehepaar Funke, wie man beim Ausräumen des Irma-Gebäudes vorging. Von ihrem Büro aus in der Friedrichstraße 1 konnten sie beobachten, wie der Bagger ein intaktes Fenster der Giebelfront nach dem anderen einschlug, es sei gewesen wie beim Schwenken des Weihrauchfasses in der Kirche.